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Tempus Fugit #231

Wie ich bereits angedeutet habe, ist für mich diese Woche etwas losgegangen, das mich etwa 6 bis 8 Wochen in Beschlag nehmen wird. Bisher lässt sich das gut an und ich bin gespannt auf die nächsten Wochen. Das bringt allerdings weniger Zeit mit sich, ich hoffe, diese Woche schaffe ich es wieder, unter der Woche zu bloggen!

Diese Woche ausgelesen: 1

  • Feridun Zaimoglu: Siebentürmeviertel. Rezension folgt.

Ich lese gerade:

  • Christina Baker Kline: Orphan Train. Das Buch ist genau mein Ding, gefällt mir bisher sehr gut!

Neuzugänge: 0

Diese Woche (aus-)gehört: 0

Ich höre gerade:

  • Emanuel Bergmann: Der Trick. Bin nicht viel zum Hören gekommen diese Woche.

Hörbuchneuzugänge: 0

Geguckte Filme/DVDs: nur Olympia…

Gerichte der Woche: Ähm. Da ich dort, wo ich in den nächsten Wochen tagsüber bin, auch esse, hab ich da momentan leider nix zu zeigen. Wie wär’s stattdessen mit ein paar Bildern von einem Familienausflug an die Mosel? (Sind allerdings nur Handyfotos)

Blick vom Zummethof in/bei Leiwen. Er war ein Lieblingsziel meiner Mutter.

Spaziergang durch die Weinberge

Das Römerweinschiff in Neumagen, dem ältesten Weinort Deutschlands. Es handelt sich um ein römisches Grabmal.

Weinumrankter Eingang einer (leider noch geschlossenen) Straußwirtschaft

Zum Abschluss ein Schoppen Riesling in einer Strausswirtschaft Von dem Wein haben wir gleich ein paar Flaschen mitgenommen. Den Bofrost-Wagen bitte wegdenken 😉

Das ist der Wein, den wir mitgenommen haben

Ich war heute Morgen walken und glaube, dass mich zum ersten Mal seit Langem die Badewanne ruft. Ansonsten schaue ich heute noch ein wenig Rest-Olympia und lese. Die kommende Woche soll es ja noch mal sommerlich werden. Aber ich freue mich wirklich auf den Herbst und hoffe, dass er uns dieses Jahr mal ein wenig verwöhnt🙂

Habt eine schöne Woche!

(c) Der Audio Verlag

Sprecherin: Iris Berben

Dauer: 2 h 10 min

Die 15-jährige Marceline wird 1943 gemeinsam mit ihrem Vater nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Ihr Vater sagt ihr, sie sei jung und werde anders als er selbst zurückkehren. Dass er Recht behalten soll, wird ihr gesamtes Leben prägen.

Dieses ist ein kurzes, aber besonders einprägsames Buch. Die französische Regisseurin Marceline Loridan-Ivans schildert nicht nur ihre Erinnerungen an die Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen, wo ihre Befreiung stattfand, sie erzählt uns, wie schrecklich die Tatsache des Todes ihres Vaters im KZ oder auf einem der Todesmärsche für sie war und wie unerträglich, im Gegensatz zu ihm und vielen anderen überlebt zu haben. Sie wird Auschwitz nie wirklich verlassen, durch geringste Auslöser werden Verhaltensmuster aus der Zeit reaktiviert.

Kein Geschichtsbuch kann das Grauen des KZs dem Leser näherbringen als die Worte einer Überlebenden, die Ohnmacht, als sie zur Arbeit in der Umgebung der Todesöfen gezwungen wird, als sie immer wieder Zeugin wird, wie Neuankömmlinge direkt aus den Zügen in Richtung der Gaskammern laufen müssen. Der regelrecht animalische Überlebensdrang, den sie beinahe widerwillig erfährt.

Die wunderbare, pointierte Sprache der Autorin macht das Werk zu einem besonders eindringlichen Zeugnis des Holocaust.

Iris Berben liest mit aller Einfühlsamkeit und bringt die großartige Sprache sehr gut zur Geltung.

Ein besonders empfehlenswertes Hörbuch.

Tempus Fugit #230

Ich komme gerade von einem 11-km-Marsch durch den Wald und bin entsprechend platt. Werde heute nur noch Passivsport betreiben, essen und lesen.

Diese Woche ausgelesen: 0

Ich lese gerade:

  • Feridun Zaimoglu: Siebentürmeviertel. Das Buch ist sicher nicht schlecht, aber ich quäle mich doch ein bisschen durch.

Neuzugänge: 0

Diese Woche (aus-)gehört: 2

  • Hanya Yanagihara: A Little Life – Rezension
  • Marceline Loridan-Ivens: Und du bist nicht zurückgekommen

Ich höre gerade:

  • Emanuel Bergmann: Der Trick

Hörbuchneuzugänge: 2

  • Marceline Loridan-Ivens: Und du bist nicht zurückgekommen
  • Emanuel Bergmann: Der Trick

Booktube-Empfehlung der Woche: verschiebe ich noch mal um eine Woche

Geguckte Filme/DVDs: nur Olympia…

Gerichte der Woche:

Tomatenlasagne

Mal wieder Mie-Nudeln mit Sprossen und Sellerie bzw. vegetarische Gagh

Ich werde mich jetzt gleich unter die Dusche schleppen und hoffe, dass ich anschließend noch mal die Treppe raufkomme. Morgen ist bei uns Feiertag, eventuell zieht es uns dann in den Biergarten. Das Wetter spielt ja mit. Wenn ihr morgen auch Feiertag habt, genießt ihn, ansonsten  wünsche ich euch einen entspannten Montag!

Ja, mal ein ganz anderer Post zu meinem aktuellen Fitness-Projekt „Biergarten-Buch-Wandern“. Ja, bescheuerter Name, aber wie man an meinem Blognamen sieht, hapert es ein bisschen mit meiner Kreativität😉

Das Projekt wird ab nächster Woche auch etwas leiden, aber Wandern ist die einzige sportliche Betätigung, die mir wirklich Spaß macht. „Biergarten“, weil ich mich leichter aufrappeln kann, wenn ich ein Ziel habe (wenn es dort auch noch ein lecker König-Ludwig-Dunkel gibt, umso besser, höhö), und „Buch“, damit ich meinen Aufenthalt dort auch sinnvoll nutze.

Gestern war ich auf einem Weg unterwegs, den ich seit über 10 Jahren gehe, zuletzt aber sträflich vernachlässigt habe. Die Bilder sind leider nur Handyfotos, könnte mich in den A…. beißen, dass ich die große Kamera nicht dabei hatte. Trotzdem hier für diejenigen, die nicht bei Instagram sind. Die Bilder sind alle ohne Filter.

Ich liebe die Höhenzüge des Bliesgau. Hier gefiel es schon Kelten und Römern. Der Weizen ist erntereif. Und ganz da hinten ist Frankreich.

Teilweise sind die Felder auch schon abgeerntet.

Hier begegnet man noch Feldlerche und Sperber (dieses Mal ein Pärchen) – und ein Rotmilan flog mehrfach tief über mich hinweg.

Mein Lieblingsbaum

Hier möchte ich unbedingt mal picknicken.

Richtung Biesingen

Der Gollenstein. 6 m hoch. Obelix wäre begeistert. Nee, das Ding ist natürlich schon 4.000 Jahre alt😉

Brotzeit in der Pilgerrast (am Jakobsweg)

Zum Abschluss ein Blick auf den Biergarten der Pilgerrast im Kloster Blieskastel.

(c) Audible Studios

Sprecher: Oliver Wyman

Dauer: 32 h 51 min

4 junge Universitätsabsolventen, die auf dem Campus zusammenwohnten, sind enge Freunde geblieben und versuchen ihr Glück in New York. JB möchte als Künstler groß herauskommen, Malcolm arbeitet als Architekt, Willem will Schauspieler werden, muss sich aber vorerst als Kellner verdingen, und Jude ist Jurist. Willem und Jude haben sich gemeinsam ein billiges Appartement gemietet und stehen sich besonders nahe. Der unbekannte Faktor ist Jude. Wie Willem ist er Waise, doch niemand weiß etwas über seine Herkunft, und er leidet unter sogenannten Episoden, starken Schmerzanfällen, aufgrund einer dubiosen Verletzung aus Teenagerjahren kann er außerdem nicht gut laufen. Wir werden die vier Freunde bis in ihre Fünfziger begleiten.

Der Fokus von Hanya Yanagiharas vielgepriesenem und für mehrere Preise nominierten Romans liegt also eindeutig auf Jude, der ganz offensichtlich eine schwierige und von Gewalt und Missbrauch geprägte Kindheit hatte. Im Laufe des Romans erfährt der Leser stückchenweise, was ihm widerfahren ist. Bei der Länge des Buchs bedeutet das, dass lange Unklarheit herrscht, wohl um Spannung zu erzeugen, aber soviel kann ich sagen: Judes Schicksal ist grausam und Triggerwarnungen für körperliche Gewalt, Missbrauch und Selbstverletzung sind angebracht.

Judes Freunde ahnen natürlich wage, dass Jude wohl misshandelt wurde, wissen jedoch nichts Genaues. Im Laufe der Zeit nehmen Judes körperliche Beschwerden zu und auch andere Folgeerscheinungen seines Traumas äußern sich aufgrund bestimmter Geschehnisse immer stärker.

Die Frage ist, ob Jude jemals ein nicht nur nach außen hin normales Leben führen können wird.

Ich wusste bereits vor der Lektüre bzw. dem Anhören des Hörbuchs aus verschiedenen Quellen, dass die Autorin in einem Interview zugegeben hat, dass sie den Leser mit einer möglichst qualvollen Geschichte manipulieren wollte. Ich war jedoch durchaus offen und die erste Hälfte oder das erste Dreiviertel des Buches hätte von mir durchaus eine Vier-Sterne-Wertung erhalten können. Die Charaktere sind sympathisch und einnehmend und aufgrund Judes unbekannter Geschichte bleibt die Spannung stets erhalten. Ich habe mit Jude mitgelitten und auch mit seinen Freunden. Die Darstellung der Folgen von körperlichem und seelischem Missbrauch fand ich glaubhaft, es wird sehr gut nachvollziehbar beschrieben, wie es dazu kommen kann, dass ein Mensch sich selbst hasst und verletzt. Die Sprache ist dabei sehr gefällig, wirklich gut zu lesen und teilweise ein Genuss.

Im späteren Verlauf des Buches geschehen jedoch Dinge, die einfach zu viel des Guten sind. Tatsächlich wurde immer offensichtlicher, was Hanya Yanagihara da vorhatte, das war in meinen Augen auch ohne Kenntnis ihrer Aussage zur Lesermanipulation abzusehen. Ich habe gemerkt, wie ich emotional abgeschaltet habe, nur noch auf die nächste und die darauf folgende Katastrophe wartete, ich konnte die Geschehnisse und Judes Leiden nicht mehr ernst nehmen. Diese leichte Gleichgültigkeit steigerte sich aufgrund der Länge des Buchs immer mehr zu Ärger – und das Buch begann, mich zu langweilen. Ich konnte den Ausdruck „I’m so sorry“ irgendwann nicht mehr hören. Zuletzt war ich nur noch froh, als das Buch endlich zu Ende war und ich es abhaken konnte, wie es enden würde, war ohnehin klar.

Ich vergebe knappe 2,5 Sterne für die zunächst eindringliche Charakterisierung eines Missbrauchsopfers, für die Darstellung von Freundschaft und schöne Sprache.

Der Sprecher Oliver Wyman liest sehr pointiert, differenziert, da habe ich wenig zu kritisieren, außer, dass er es gegen Ende auch ein wenig übertreibt.

Ich weiß, ich habe seit zwei Wochen keine Rezension veröffentlicht, sorry! Liegt einfach daran, dass ich zuletzt ein paar Bücher gelesen habe, die ich nicht rezensieren wollte (z. B. Mortal Heart, ich rezensiere nicht gerne Fortsetzungen), und daran, dass ich es gerade mit zwei echte Wälzern zu tun habe, die sich echt ziehen… Ich kann schon sagen, dass diese leider nicht zu meinen Lieblingsbüchern des Jahres zählen werden.

Noch etwas in eigener Sache: Ich werde ab übernächster Woche weniger Zeit zum Bloggen haben, ich weiß noch nicht, für wie lange. Ich werde versuchen, nicht weniger zu veröffentlichen, eventuell werde ich aber mit dem Lesen eurer Artikel nicht so gut nachkommen. Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht übel, wenn es mit Kommentaren und Likes etwas dauert.

Stichwort Buchmesse: Ich bin akkreditiert, weiß aber noch nicht, ob ich hinfahren kann. Ich hoffe, dass sich das möglichst bald klärt. Es würde mir schon einen Stich versetzen, nicht teilnehmen zu können, denn die Frankfurter Buchmesse ist für mich immer das Jahres-Highlight.

Diese Woche ausgelesen: 0

Ich lese gerade:

  • Feridun Zaimoglu: Siebentürmeviertel. Das Buch ist atmosphärisch sehr dicht, ich habe jedoch nach wie vor Mühe, mich in die Erzählweise und die Denkweise der Protagonisten einzufinden.

Neuzugänge: 0

Diese Woche (aus-)gehört: 0

Ich höre gerade:

  • Hanya Yanagihara: A Little Life. Oh mann. Mittlerweile kann ich es nicht abwarten, mit dem Buch fertig zu werden. Schon ab der Hälfte hat es mir nicht mehr so gut gefallen, doch das letzte Viertel nervt mich nur noch. Und langweilt mich, offen gesagt.

Hörbuchneuzugänge: 0

Booktube-Empfehlung der Woche: nächste Woche wieder

Geguckte Filme/DVDs:

  • Game of Thrones, Staffel 5, Folge 6
  • Philomena. Lief am Montag in der ARD, ein sehr berührender Film über eine irische Frau, die als Jugendliche in einem Nonnenkloster untergebracht wurde, weil sie unverheiratet schwanger wurde. Ihr Kind wurde ihr weggenommen und im Alter sucht sie nach ihm mithilfe eines Journalisten. Das Thema kennen wir ja aus dem sehr guten Film „Die unbarmherzigen Schwestern“. Ich wollte mir auch gleich das Buch des genannten Journalisten auf die Wunschliste setze, habe dann aber in einer goodreads-Kritik von einer beteiligten Frau erfahren, dass das Buch sich im Gegensatz zum Film fast ausschließlich auf das Leben des verlorenen Sohnes konzentriert und nicht auf Philomenas Suche. Außerdem scheint der Journalist nicht ganz seriös zu sein, er beschreibt den Sohn offenbar ganz anders, als er wirklich war, und versucht, ihm ein Trauma anzudichten. Also habe ich das Buch gleich wieder aus der Wunschliste gestrichen. Kennt jemand von euch gute Bücher zu dem Thema?

Gerichte der Woche:

Paprika-Pasta tricolore mit Knoblauch-Limetten-Mozzarella

Zucchini-Ricotta-Gratin

Pizza mediterrana

Heute ist ja ein herrlicher Sommertag, auch wenn es mir gleich wieder zu heiß ist. Bin aber damit einverstanden, da ja Abkühlung absehbar ist😉 Ich werde heute Nachmittag mit meiner Schwester eine Flasche Rosé köpfen (den ich eigentlich nicht mag bzw. nicht gut vertrage, habe aber eine Geschenkflasche) und nebenbei ein wenig die Olympiaberichterstattung verfolgen, heute Abend dann zu Hause mit Buch. Ich glaube, ich habe Tennis für mich wiederentdeckt! Ich war als Jugendliche verrückt danach und ein kleines bisschen verliebt in den spanischen Spieler Emilio Sánchez (hab sogar ein Autogramm, er war mal bei einem Mixed-Turnier in Saarbrücken). Habe dann aber irgendwann nur noch Fußball geschaut und Tennis verpönt. Ich stelle aber fest: Zwischen Ball- und Seitenwechseln kann man ganz prima lesen!😉

Ich wünsche euch eine olympische Lesewoche!

Ich habe mal wieder festgestellt, dass ich manchmal vergesse, Neuzugänge dem SuB hinzuzufügen… So geschehen mit „Mortal Heart“ von Robin LaFevers, das ich diesen Monat gelesen habe. Außerdem gab es ein paar ungeplante Neuzugänge, was wahrscheinlich bedeutet, dass ich keinen großen SuB-Abbau verzeichnen werde. Schau ma mal.

Gelesen: 6

  • Jasper Fforde: The Eyre Affair (ausgeliehen) – Rezension
  • Annegret Held: Armut ist ein brennend Hemd – Rezension
  • Kate Grenville: Sarah Thornhill – Rezension
  • Helga Lippert und Claudia Moroni: Terra X – Große Mythen
  • Robin LaFevers: Mortal Heart
  • Sophokles: Antigone
  • Außerdem Kapitel 9 und 10 von „Our Mutual Friend“ von Charles Dickens

Gehört: 1

  • Heinz Strunk: Der goldene Handschuh – Rezension

Neuzugänge: 4

  • Annegret Held: Apollonia
  • Florian Illies: 1913 – Der Sommer des Jahrhunderts
  • Sophokles: Antigone
  • Umberto Eco: Die Geschichte der legendären Länder und Städte

Hörbuchneuzugänge: 1

  • Hanya Yanagihara: A Little Life

Stand Roman-SuB: 98 (- 1)

Stand Sachbuch-SuB: 46 (+1)

SuB-Abbau: 0

Gelesene Seiten: 2259

Seiten pro Tag: 73

Auf den ersten Blick weniger Seiten pro Tag als sonst, aber das liegt natürlich auch daran, dass ich gerade ein monströses Hörbuch höre und ich das erst in dem Monat zähle, in dem ich es beende. Auch mein aktuelles Buch ist sehr dick, mal sehen, ob ich da im nächsten Monat eine fette Seitenzahl erreiche😉

Da fällt mir etwas ein. Ich wollte diesen Monat eigentlich ein paar Bücher aussortieren, die ich eigentlich gar nicht mehr lesen möchte. Habe es bisher versäumt, das wird sich dann eventuell auf den SuB-Abbau im August auswirken.

Ich wünsche euch einen sommerlichen Lesemonat August!

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