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Blogurlaub

Ich habe nachgedacht in den letzten Tagen und beschlossen, einen zweiwöchigen Blogurlaub einzulegen, auch wenn ich nicht wegfahre. Ihr habt ja sicher mitbekommen, dass ich im Moment kaum hinterherkomme, daher eignet sich der Zeitpunkt. In dieser Zeit komnmen also keine Beiträge und ich lese auch keine anderen Blogs. Ich habe immer ein wenig ein ungutes Gefühl und ein schlechtes Gewissen dabei, aber eine kleine Pause muss ab und zu mal sein. Ich hoffe, ihr habt dafür Verständnis. Ich konzentriere mich also in den nächsten beiden Wochen voll auf meine Gesundheit. Eure Kommentare beantworte ich aber noch.

Bis in zwei Wochen!

(c) dtv

(c) dtv

„Hier interessieren uns jedoch Länder und Örtlichkeiten, an die sich heutzutage oder in der Vergangenheit Hirngespinste, Utopien und Illusionen geknüpft haben, weil viele Menschen wirklich glaubten, dass sie irgendwo existierten oder existiert hätten.“ So erklärt Umberto Eco die Intention eines seiner letzten Werke im Vorort. Ein äußerst spannendes Thema, das mich mit hohen Erwartungen an dieses Sachbuch herangehen ließ. Das Buch ist in 15 Kapitel untergliedert, die sich beispielsweise mit den Ländern der Bibel, Atlantis, Mu und Lemuria oder dem Schlaraffenland beschäftigen. In jedem Kapitel finden sich unterstrichene Begriffe, zu denen am Ende des jeweiligen Kapitels ein Quellentext zu finden ist. Und damit sind wir schon bei meinem ersten Kritikpunkt: So interessant die Quellentexte auch sind, erschweren sie dennoch den Lesefluss, denn sie sind teilweise zusammen länger als das eigentliche Kapitel und auch häufig nicht sonderlich zugänglich. Das hat mich bei der Lektüre ziemlich gestört. Gut gewählt und sehr schön anzusehen ist das umfangreiche Bildmaterial zu den einzelnen Themen.

Was mir außerdem negativ aufgefallen ist: Ecos Schilderungen sind mir zu lehrbuchartig. Es fehlt eine gewisse Begeisterung, die der Leser bei dem Thema erwartet. Bei mir hat dies dazu geführt, dass ebenfalls keine richtige Begeisterung aufkommen mochte, wenn mich auch einige Themen, insbesondere zu den Ländern Homers und zu Atlantis, wirklich brennend interessieren. Zwei Wochen nach der Lektüre des Buches muss ich feststellen, dass eher wenig hängengeblieben ist. Nichtsdestotrotz sind die Schilderungen interessant und haben das eine oder andere Mal Erstaunen bei mir ausgelöst. Unglaublich etwa, dass es immer noch Menschen gibt, die daran glauben, dass das Erdinnere von einer uns unbekannten Spezies bewohnt wird!

„Die Geschichte der legendären Länder und Städte“ ist ein schönes und interessantes Buch, das die Belesenheit seines Autors widerspiegelt, dem jedoch etwas fehlt, um den Laien zu begeistern.

 

Tempus Fugit #235

Ööööndlich ist es Höööörbst! (Entschuldigt meine Vokalverirrung, aber das musste jetzt einfach sein.) Ich falle jetzt endgültig damit auf, vermeintlich overdressed zu sein, weil ich ständig meine Langärmelkleidchen anhabe, aber mann, das sind Jerseykleider und die sind bequem! Meine Jeans quetschen mir dagegen alles (anderer Name für vergrößerte Fettzellen in der Bauchregion, Anmerkung der Redaktion) ein! Also bitte nicht über meinen Aufzug wundern. Gestern bei meinem Waldwalking war ich fast ein bisschen enttäuscht, dass der Wald noch grün war. Dafür blühen die Herbstzeitlosen! Ein Traum!

Diese Woche ausgelesen: 0

Ich lese gerade:

  • Linda Lafferty: The Bloodletter’s Daughter: A Novel of Old Bohemia. Bin fast durch, wird wohl eine 3-Sterne-Wertung.

Neuzugänge: 0

Diese Woche (aus-)gehört: 0

Ich höre gerade:

  • Emanuel Bergmann: Der Trick. Bin in den letzten zwanzig Minuten🙂

Hörbuchneuzugänge: 0

Geguckte Filme/DVDs: nix

Ja, ich weiß, saulangweilig, aber die Buchmesse naht (wenn auch noch nicht klar ist, ob ich hin kann)!

Gerichte der Woche:

Zur Feier der ersehnten Jahreszeit habe ich gestern die erste Kürbissuppe der Saison gekocht. Hm, eigentlich wisst ihr ja, wie Kürbissuppe aussieht, aber egal.

Kürbissuppe, Präsentation mangelhaft

Kürbissuppe, Präsentation mangelhaft

Sonst esse ich weiterhin auswärts, aber wie wär’s stattdessen mit Bäumen und Pferdchen?

(Noch) grüner Wald

(Noch) grüner Wald

Pferdchen

Pferdchen

Belegfoto Herbstzeitlosen. Ja, ich weiß, sauschlechte Qualität, aber mit Handy und Zoom halt...

Belegfoto Herbstzeitlosen. Ja, ich weiß, sauschlechte Qualität, aber mit Handy und Zoom halt…

Die Wildwutzen haben übrigens im wahrsten Sinne des Wortes die letzten Nächte die Sau rausgelassen, die sind offenbar angesichts des lange ersehnten Regens ausgerastet. Der Bohlenweg im Ruhbachtal ist jedenfalls durch ein Schlammbad ersetzt worden.

Nun denn, ich gedenke, heute noch zu baden, dabei mein Hörbuch auszuhören, dann Booktube zu gucken und dazu ein Radler zu trinken, dann Pizza zu essen, eine Folge Game of Thrones zu gucken und dann mein Buch auszulesen. Wissta Bescheid. Und ihr so?

Habt alle eine schöne, hörbstliche Woche!

 

(c) Harper Collins

Deutscher Titel: Der Zug der Waisen

New York, 1929: Die kleine Niamh ist das älteste Kind einer irischen Auswandererfamilie. Nach einem Unglück, bei dem sie ihre Familie verliert, wird sie von einer Hilfsorganisation zusammen mit zahlreichen weiteren Kindern jeden Alters in einen sogenannten Waisenzug gesetzt, der sie zu aufnahmebereiten Familien weiter im Westen des Landes bringen soll. Leider sehen viele potentielle Adoptiveltern die Kinder eher als billige Arbeitskräfte oder gar als Arbeitssklaven. Auch Niamh, deren Name zu unaussprechlich für amerikanische Ohren ist, hat es sehr schwer. Maine 2011: Die sechzehnjährige Molly lebt als Pflegekind bei wenig verständnisvollen Adoptiveltern. Nach einem Vorfall in der Schule wird sie zur Leistung von Sozialstunden verdonnert. Sie soll in einem großen Anwesen einer alten Dame namens Vivian beim Aufräumen des Speichers helfen. Vivian, die einmal Niamh hieß, beginnt Molly ihre Geschichte zu erzählen.

Christina Baker Kline bedient sich in ihrem Roman eines Erzählschemas, das derzeit besonders beliebt ist: dem Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Gut gemacht, mag ich diese Erzählweise. Die Geschichte der jungen Niamh bzw. Vivian ist spannend erzählt und schockierend angesichts der Ausbeutung der Kinder und der schreienden Ungerechtigkeit. Als Vivian schließlich erwachsen ist, schreitet mir die Handlung jedoch zu schnell voran, was auch daran liegt, dass der interessanteste Teil der Geschichte zu diesem Zeitpunkt bereits erzählt ist. Die Autorin hätte sich hier vielleicht ganz auf Vivians Kindheit konzentrieren sollen, dann hätte allerdings eine kleine Liebesgeschichte gefehlt, die eingeflochten ist und vielen Lesern vielleicht wichtig ist.

Die in der Gegenwart ablaufende Geschichte hat mir ebenfalls gefallen, die junge Molly hat ihre Ecken und Kanten, was sie aber erst recht sympathisch macht. Ihr leiblicher Vater ist Angehöriger eines Stammes der nordamerikanischen Ureinwohner und mir hat gefallen, wie Molly in ihrer Schularbeit Vivians Schicksal mit den Traditionen ihres Volkes in Verbindung bringt.

Das Buch ist in einer angenehmen Sprache geschrieben und liest sich sehr flott.

Solide Unterhaltungsliteratur mit spannendem und bisher selten thematisiertem historischem Hintergrund.

Tempus Fugit #234

So langsam wird mir das Wetter unheimlich. Mitte September über 30 Grad? Von mir aus könnte es jetzt ruhig mal langsam herbstlich werden. Gestern Abend saßen wir bei der Geburtstagsfeier meiner lieben Freundin Kathrin bis 22 Uhr draußen, keine Spur von herbstlicher Kühle. Aber andererseits war das natürlich sehr schön.🙂

Heute jährt sich zum 15. Mal das wohl bisher prägendste Ereignis dieses Jahrtausends. Ich kann mich erinnern wie gestern, weiß, was meine Kollegen und Freunde am Telefon sagten. Lasst uns alles dafür tun, dass man unsere Zeit für andere Dinge als Terror in Erinnerung behalten wird!

Diese Woche ausgelesen: 1

  • Umberto Eco: Die Geschichte der legendären Länder und Städte. Rezension folgt.

Ich lese gerade:

  • Linda Lafferty: The Bloodletter’s Daughter: A Novel of Old Bohemia. Sehr interessantes Thema, habe aber ein bisschen die Befürchtung, dass das mal wieder einer dieser historischen Romane mit unrealistischem Frauenbild wird.

Neuzugänge: 0

Diese Woche (aus-)gehört: 0

Ich höre gerade:

  • Emanuel Bergmann: Der Trick. Gefällt mir richtig gut bisher.

Hörbuchneuzugänge: 0

Geguckte Filme/DVDs: nur Tennis…

Und wieder keine Essensbilder, da ich ja gestern unterwegs war, wie letztes Wochenende. Unter der Woche koche ich momentan nicht, da ich zurzeit auswärts warm zu Mittag esse. Wird sich aber wieder ändern, versprochen!

Allen einen guten Start in die neue Woche!

Vorab noch mal sorry für die immer noch unbeantworteten Kommentare! Ich komme im Moment kaum zu was, hole das aber so bald wie möglich nach.

Da mich das Siebentürmeviertel so lange aufgehalten hat, wird meine Statistik hinsichtlich der Anzahl der Bücher mau ausfallen, aber da ich in diesem Monat das gewaltige „A Little Life“ ausgehört habe, hoffe ich wenigstens auf eine anständige Seitenzahl 🙂

Gelesen: 2

  • Feridun Zaimoglu: Siebentürmeviertel – Rezension
  • Christina Baker Kline: Orphan Train

Gehört: 2

  • Hanya Yanagihara: A Little Life – Rezension
  • Marceline Loridan-Ivens: Und du bist nicht zurückgekommen – Rezension

Neuzugänge: 0

Hörbuchneuzugänge: 2

  • Marceline Loridan-Ivens: Und du bist nicht zurückgekommen
  • Emanuel Bergmann: Der Trick

Stand Roman-SuB: 96 (- 2)

Stand Sachbuch-SuB: 46 (+/-0)

SuB-Abbau: -2

Gelesene Seiten: 1909

Seiten pro Tag: 62

Ich hoffe, im September schaffe ich wieder mehr Bücher! Ich wünsche euch einen schönherbstlichen Lesemonat September!

Tempus Fugit #233

Ich bin gerade erst aus Frankfurt zurückgekehrt, wo ich gestern auf dem Billy Joel-Konzert war. Es war großartig, seine Stimme klingt noch genau wie vor 30 Jahren und ich habe mich riesig gefreut, dass er auch „Scenes from an Italian Restaurant“ und „Zanzibar“ gespielt hat. Die Stimmung war richtig klasse und das Wetter hat auch mitgespielt. Ein einmaliges Erlebnis, ich bin so froh, dass ich die Gelegenheit hatte, diesen begnadeten Künstler einmal zu sehen, auch wenn es brutal laut war😉

Sonst bin ich kaum zu etwas gekommen, es tut mir leid, ich konnte immer noch keine Kommentare beantworten, habe aber vor, dass Anfang kommender Woche nachzuholen. Danke für euren Zuspruch letzte Woche!

Diese Woche ausgelesen: 0

Ich lese gerade:

  • Umberto Eco: Die Geschichte der legendären Länder und Städte

Neuzugänge: 0

Diese Woche (aus-)gehört: 0

Ich höre gerade:

  • Emanuel Bergmann: Der Trick.

Hörbuchneuzugänge: 0

Geguckte Filme/DVDs:

1 Folge der 5. Staffel von Game of Thrones

Leider wieder keine Food-Bilder, dafür ein paar Impressionen aus dem Waldstadion der Commerzbank-Arena, bevor es voll wurde (ich war sehr früh da). Während des Konzertes konnte ich leider keine brauchbaren Bilder machen.

Ich bin natürlich wieder unter den ersten im Stadion...

Ich bin natürlich wieder unter den ersten im Stadion…

 

Bei der Oitracht zu Gast

Bei der Oitracht zu Gast

 

Langsam füllt es sich

Langsam füllt es sich

Freut ihr euch auch so auf den Herbst? Ich hoffe auf einen möglichst langen Altweibersommer. Habt eine altweibische Woche!

P.S. Ich werde es zeitlich vermutlich nicht schaffen, eure Blog-Artikel von gestern und heute nachzulesen, bitte um Nachsicht.