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Archive for März 2017

Tempus Fugit #260

Hätte ich doch heute beinahe vergessen, diesen Artikel zu schreiben! Liegt daran, dass wir mit der Family beim Chinesen waren, anschließend war Wählen angesagt, dann war ich noch auf eine Runde im Wald. Dort ist mir ein Frischling begegnet, wie süß! Hab mich aber schleunigst aus dem Staub gemacht, denn da war die Mama sicher nicht weit…

Diese Woche (aus-)gelesen: 1

  • Günther Thömmes: Der Bierzauberer

Ich lese gerade:

  • Dennis Lehane: Shutter Island
  • Dr. Nadja Hermann: Fettlogik überwinden

Ersteres lese ich seit gestern mit ein paar Goodreads-Freunden, den Ratgeber habe ich für diese Leserunde unterbrochen. Das Buch wurde mir mehrfach empfohlen, bin mal gespannt, ob es auch mich dazu bringt, endlich ein paar Kilos loszuwerden 😉

Neuzugänge: 1

  • Dr. Nadja Hermann: Fettlogik überwinden

Diese Woche (aus-)gehört: 0

Ich höre gerade:

  • Thomas Melle: Die Welt im Rücken

Hörbuchneuzugänge: 0

Geguckte Filme/DVDs:

  • Die ersten beiden Teile von diesem Charité-Historiendrama. Kommt noch nicht an Period Dramas der BBC ran, ist aber ganz unterhaltsam.
  • Die Weihnachtsepisode zwischen der 5. und 6. Staffel von Call the Midwife. Das ist die, die in Südafrika spielt. Hat mir seeehr gefallen!

Gerichte der Woche:

Mein bewährter Rotkohlgratin 🙂

Kartoffel-Quark-Bärlauch-Auflauf. Die nächste Woche wird weniger auflauflastig 😉

So, ich will heute noch ein paar Booktube-Videos geschaut kriegen, bevor die Wahlberichterstattung beginnt. Heute Abend wird Shutter Island weitergelesen. Ich wünsche euch eine tolle Frühlingswoche!

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(c) Penguin

Deutscher Titel: Columbus war ein Engländer

Wir kennen Stephen Fry als lustigen, gut gelaunten Allrounder – er ist zugleich Komiker, Schauspieler, Moderator, Autor und Intellektueller. In der ersten seiner Autobiographien erzählt er von seiner Kindheit und Jugend in Englands Internaten. Seine Bipolarität, die sich auch in jungen Jahren schon andeutete, spielt natürlich eine gewisse Rolle. Im Zentrum seiner Erinnerungen an seine 20 ersten Lebensjahre steht jedoch die Identitätsfindung – er erzählt, wie er sich zum ersten Mal verliebte – dass er schwul ist, hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits realisiert. Seine erste große Liebe mutet nahezu idealistisch an, es ist eine platonische, zärtliche Liebe zu einem Mitschüler. Stephen Fry gelingt es dabei sehr gut, dem Leser diese Liebe nahezubringen, er stellt auch einige mit Homosexualität verbundene Vorurteile richtig. Ich muss zugeben, dass auch ich hier Wissenslücken aufwies. Stephen Fry ist in diesem Buch vor allem eines: gnadenlos ehrlich und offen (ohne irgendwelche Personen bloßzustellen). Solange Fry von seinen Schulen und seinen Freunden erzählt, liest sich das Buch sehr gut, gelegentlich driftet er allerdings ins Philosophische ab und diese Passagen sind weitaus weniger leicht zu lesen. Er ist eben ein echter Intellektueller – ich habe bei der Lektüre überdurchschnittlich viele Personen, Begriffe und Konzepte bei Wikipedia recherchieren müssen. Die Komplexität des Textes zeigt sich bereits im Titel des Buches: „Moab is My Washpot“, zu Deutsch „Moab ist mein Waschbecken. (Eine Erläuterung der Bedeutung findet sich bei Wikipedia.) Wer Stephen Fry kennt, wird sich außerdem vorstellen können: Der Junge hatte es faustdick hinter den Ohren und sorgte für einigen Aufruhr an seinen Schulen. Gleichzeitig zeigt sich jedoch die verletzliche und die depressive Seite seines Gemüts.

Stephen Fry berichtet außerdem völlig offen von seiner Delinquentenzeit – nachdem er von zwei Internaten geflogen war, wurde er, bereits geprägt durch seine Bipolarität, straffällig und verbrachte eine Zeit in einem Gefängnis, bevor er sein Abitur mit fulminantem Ergebnis wiederholte und in Cambridge erfolgreich Englisch studierte.

Manche Referenzen sind für deutsche Leser nicht einfach zu verstehen, da sie sich auf britische Persönlichkeiten beziehen, die dem deutschen Publikum nicht unbedingt bekannt sind.

Frys Buch ist eine lohnende, sympathische Lektüre, wenn man sich nicht vor den schwierigen Passagen und philosophischen Konzepten fürchtet.

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Tempus Fugit #259

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, musste ich die letzten beiden Wochen meinen Blog etwas vernachlässigen, ich hoffe, dass es mir kommende Woche besser gelingt, mir die Zeit entsprechend einzuteilen. Danke für eure Daumen am Dienstag, der Horrortermin war wirklich Horror, das Ergebnis steht noch aus, verspreche mir aber nicht viel davon.

Diese Woche (aus-)gelesen: 1

  • William Golding: Lord of the Flies

Ich lese gerade:

  • Günther Thömmes: Der Bierzauberer

Neuzugänge: 0

Diese Woche (aus-)gehört: 1

  • J. K. Rowling: Harry Potter and the Half-Blood Prince

Ich höre gerade:

  • Thomas Melle: Die Welt im Rücken. Wollte ich schon lange lesen, jetzt gibt es endlich ein Hörbuch, vom Autor gelesen, da habe ich direkt zugeschlagen.

Hörbuchneuzugänge: 1

  • Thomas Melle: Die Welt im Rücken

Geguckte Filme/DVDs:

  • nix. Wird sich kommende Woche ändern, denn morgen erscheint im UK die sechste Staffel von „Call the Midwife“ und ich hab sie natürlich vorbestellt 🙂

Gerichte der Woche:

Avocado-Zitronen-Pasta. Aus der aktuellen Köstlich vegetarisch.

Dinkel-Brokkoli-Topf. Ebenfalls aus der aktuellen Köstlich vegetarisch 🙂

Strick-Update:

Ich bin mit meiner allerersten Socke jetzt soweit, dass ich mit der Ferse beginnen kann. Da das nicht einfach ist und ich die Technik erst lernen muss, habe ich nebenher noch ein anderes, einfacheres Strickprojekt zum entspannten Stricken gestartet: ein Paar Stulpen.

Außerdem bin ich jetzt in Besitz eines Fitnessarmbandes, nur eines einfachen, aber trotzdem.

Ein Arzt hat mich diese Woche als adipös bezeichnet (dabei hab ich zahlenmäßig nur ca. 10 kg Übergewicht) und das war wohl der letzte Tritt in den A… Allerwertesten, den ich gebraucht habe, um was gegen mein enormes Bauchfett zu unternehmen. Ausgerechnet das ist ja leider extrem ungesund. Deshalb werde ich nächste Woche auch den Neuzugang „Fettlogik überwinden“ verzeichnen…

Ich muss jetzt raus in dieses „Wetter“ (sowas nennt sich Frühling…). Glücklicherweise ist es nicht so weit zu meiner Schwester. Ich wünsche euch eine strickige Woche tolle Woche! (Das war dann doch ein bisschen zuuu blöd ;-))

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Tempus Fugit #258

Vielen Dank für euren Zuspruch letzten Sonntag! Die Woche war gut, am Dienstag steht jedoch der Horrortermin an und bis dahin herrscht Ausnahmezustand. Da ich außerdem das erste Mal seit 2 Jahren erkältet bin, fasse ich mich heute kurz.

Diese Woche (aus-)gelesen: 1

  • Stephen Fry: Moab is My Washpot

Ich lese gerade:

  • William Golding: Lord of the Flies
  • Günther Thömmes: Der Bierzauberer. Habe ich für den Buddyread von „Lord of the Flies“ unterbrochen.

Neuzugänge: 0

Diese Woche (aus-)gehört: 0

Ich höre gerade:

  • J. K. Rowling: Harry Potter and the Half-Blood Prince

Hörbuchneuzugänge: 0

Geguckte Filme/DVDs:

  • nix

Gerichte der Woche:

Gemüsecurry

Italienische Pfanne mit Pasta

Ich wünsche euch eine tolle Frühlings-Lesewoche!

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Tempus Fugit #257

Am Freitagabend habe ich erstmals seit Längerem mal wieder das Literarische Quartett eingeschaltet. Und mein überraschtes Fazit lautet: Geht doch! Ich möchte Maxim Biller nicht unbedingt als alleiniges Problem der bisherigen Sendungen hinstellen, aber die bisherigen Diskussionen blieben häufig nicht sachlich, die Stimmung hat sich hochgeschaukelt, bis nur noch Haudraufargumente kamen. Wie angenehm dagegen die Vierrerunde diesen Freitag. Und jetzt sage keiner: „Wie langweilig, wenn nicht gestritten wird!“ Es wurde durchaus gestritten, es kommt eben auf den Ton an! Thea Dorn als neues bleibendes Mitglied wird sicher auch nicht gerade vor den anderen beiden kuschen, im Gegenteil, ich traue ihr zu, dass sie den nötigen Biss mitbringt. Habt ihr das Quartett gesehen? Wie fandet ihr es?

(Dass es gute Büchersendungen in den Dritten gibt weiß ich, die verpasse ich mangels Fernsehzeitschrift allerdings immer.)

Diese Woche (aus-)gelesen: 0

Ich lese gerade:

  • Stephen Fry: Moab is My Washpot

Neuzugänge: 4

  • Yaa Gyasi: Homegoing
  • Vladimir Nabokov: Lolita
  • William Golding: Lord of the Flies
  • Dennis Lehane: Shutter Island

(Zwei der Bücher sind für Buddyreads.)

Diese Woche (aus-)gehört: 0

Ich höre gerade:

  • J. K. Rowling: Harry Potter and the Half-Blood Prince

Hörbuchneuzugänge: 0

Geguckte Filme/DVDs:

  • nix

Gerichte der Woche:

Curry mit Blumenkohl und weißen Bohnen. Sollte eigentlich mit Kichererbsen sein, aber die sind mir unerwartet ausgegangen.

Curry mit Blumenkohl und weißen Bohnen. Sollte eigentlich mit Kichererbsen sein, aber die sind mir unerwartet ausgegangen.

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Pilzsuppe mit Nudeln

Rucola-Risotto

Rucola-Risotto

Strickprojekte:

Meine kleine Stricktasche ist fertig, es muss nur noch der Knopf dran:

Ach ja, es gibt noch was Neues im Hause Bücherkiste. Ich habe mir einen neuen Kindle Paperwhite besorgt. Mein alter Kindle hatte noch Tasten, sodass vor allem das Schreiben von Notizen eine Qual war. Das wird mit dem Touchscreen natürlich erheblich einfacher 🙂

Die kommende Woche beginnt für mich mal wieder was Neues, also könnt ihr euch denken, dass ich mal wieder Angst habe 😉 Nächste Woche wartet dann der wichtigste Termin seit Langem auf mich, sodass meine Gedanken ständig Karussell fahren. Heute werde ich mich mit Booktube, Stricken und Lesen ablenken, zum Essen habe ich noch von dem leckeren Rucola-Risotto übrig. Habt einen schönen Restsonntag und eine gute Woche!

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(c) Hörbuchnetz

(c) Radioropa

 

Sprecherin: Sabine Swoboda

Dauer: 10 h 43 min, ungekürzt

Pauline Schmitz hat gerade ihre Anstellung als Gouvernante in einem reichen Haus verloren. Der Grund war ihre unfreiwillige Affäre mit dem Hausherrn, die aufflog, als Pauline sich gegen seine Vergewaltigungsversuche wehrt. Wie soll sie als „gefallene Frau“ ohne Zeugnis, obwohl völlig schuldlos, eine neue Anstellung finden? Pauline hat eine ausgezeichnete Erziehung genossen, ist jedoch nach dem Tod ihres Onkels mittellos. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als in einer anderen Stadt (Köln) eine Stellung als einfaches Dienstmädchen anzutreten. Im Haus ihrer neuen Herrschaft begegnet sie dem Unternehmer und Witwer Julius Reuther, der dort manchmal zu Gast ist und dem sie aufgrund ihres souveränen Umgangs mit den Kindern ihres Dienstherren gleich auffällt.

Nachdem lange Zeit die meisten historischen Romane sich mit dem Mittelalter oder der frühen Neuzeit beschäftigten, entdecken viele Autoren in den letzten Jahren das 19. und das frühe 20. Jahrhundert und das Thema der Dienerschaft und ihrer Herrschaft. Auch mich interessiert das Thema, nicht zuletzt dank Büchern wie „The House at Riverton“ von Kate Morton oder Serien wie „Downton Abbey“.

„Das Haus in der Löwengasse“ war mein erster Roman von Petra Schier. Mir war klar, dass eine Liebesgeschichte hier eine zentrale Rolle spielen würde, in Verbindung mit einem Frauenschicksal sprach mich das Buch jedoch durchaus an. Petra Schier geht ruppiger mit ihrer Heldin um als viele Autoren, die ihren Heldinnen nicht das Äußerste zumuten, was ich als realistisch empfand. Umso unrealistischer erschien mir zunächst die Liebesgeschichte, doch dann dachte ich nach. Auch in einem meiner Lieblingsklassiker – Jane Eyre – verliebt sich der Dienstherr schließlich in die Gouvernante. (Dass Petra Schiers Geschichte ein wenig an den Klassiker erinnert, ist bei dem Thema wohl unvermeidbar.) Ich habe also versucht, die Liebesgeschichte fair zu beurteilen. Die Aufgaben und das Leben eines Dienstmädchens und einer Gouvernante werden anschaulich beschrieben – wie so oft fand ich diesen Aspekt an dem Buch am interessantesten. Die Intrigen, die um Julius Reuthers Firma gesponnen werden, sind ein wenig vorhersehbar, werden aber ansprechend aufgelöst. Die finalen Passagen des Buchs waren mir ein wenig zu lang.

Das Buch hat mich gut unterhalten, wenn mir auch die Liebesgeschichte wie erwartet zu sehr im Vordergrund stand. Es handelt sich hier sicherlich nicht um große Literatur – den Anspruch hat die Autorin auch sicher nicht – aber das Buch, in diesem Fall das Hörbuch, bietet eine schöne Geschichte mit historischem Hintergrund.

Schön gemacht an dem Hörbuch ist, dass die in der Geschichte gesungenen Lieder tatsächlich gesungen werden. Sabine Swobodas Stimme passt zu der jungen Heldin und sie liest angenehm.

Das ergibt letzten Endes drei von fünf Sternen.

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