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(c) Audiobuch

Sprecher: Frank Stöckle

Spieldauer: 9 h, 23 min

Albanien, kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs. Der Marinefunker Sebastian Stichnote gehört zu den Truppen, die Wilhelm zu Wied, den damaligen deutschen Fürsten von Albanien, schützen sollen. Stichnote verliebt sich in eine Einheimische, muss jedoch nach einer Auseinandersetzung mit ihrer Familie das Land verlassen und wird zunächst nach Konstantinopel geschickt, von wo aus er als Teil der Niedermayer-Hentig-Expedition nach Afghanistan aufbricht, wo diese für ein Engagement des Landes im 1. Weltkrieg werben soll.

Steffen Kopetzkys Roman verbindet historische Ereignisse und Personen (wie den Expeditionsleiter Oskar Niedermayer) mit einer Abenteuergeschichte rund um den fiktiven Helden Sebastian Stichnote. Die Geschichte setzt mit einem Vorausblick auf das Ende ein (wobei der Ausgang aber unklar bleibt) und springt dann zurück in die Zeit vor dem Ausbruch des 1. Weltkriegs. Gewürzt ist der klassische Abenteuerroman mit einer Liebesgeschichte, viel Lokalkolorit und Einblicken in die politische Situation auf dem Balkan und im Orient. Außerdem sehr interessant: Kopetzky lässt die Offiziere ein Kriegsbrettspiel spielen, in dem sie die Situation und die Entwicklungen im 1. Weltkrieg regelrecht durchspielen. Ein solches Spiel hat es wohl tatsächlich gegeben.

Zu Beginn des Buches geht die Handlung recht langsam voran, bei der Schilderung der nachfolgenden Expedition geht es dann etwas schneller. Ich habe bei der Lektüre öfters an Karl May denken müssen, da ich aber nie selbst Karl May gelesen habe, weiß ich nicht, ob die Assoziation gerechtfertigt ist.

Das Buch haut einen nicht um, aber es ist eine gute, spannende Geschichte, die mich auch sprachlich überzeugt hat. Der Roman steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis, hat es aber leider nicht auf die Shortlist geschafft. Als Siegertitel hätte ich ihn nicht gesehen, aber er ist allemal lesenswert und interessant.

Zum Hörbuch: Das Buch ist meiner Meinung nach sehr gut für eine Hörversion geeignet, man muss sich allerdings aufgrund der komplexen Sätze relativ stark konzentrieren. Frank Stöckle hat mich als Sprecher voll überzeugt, er lässt die verschiedenen Personen je nach Herkunft auch mit dem entsprechenden Dialekt/Akzent sprechen.

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