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(c) Penguin Random House

(c) Penguin Random House

 

Dauer: 5 h 10 min

Sprecherinnen: Carrie Fisher, Billie Lourd

Am 27. Dezember des vergangenen Jahres verstarb viel zu früh die Schauspielerin, Autorin und Feministin Carrie Fisher, die viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt in erster Linie als Prinzessin Leia aus den ursprünglichen Star Wars-Filmen kannten. Erst 2016 hatte sie das Buch „The Princess Diarist“ (deutsch: Das Tagebuch der Prinzessin Leia, Erscheinungstermin: 3. März 2017) veröffentlicht, in dem sie von ihren ersten Schritten im Show Business und vor allem über die Zeit des Drehs des ersten Star Wars-Films (Episode IV – A New Hope/Eine neue Hoffnung) berichtet. Unter anderem spricht sie in dem Buch erstmalig über ihre Affäre mit Co-Star Harrison Ford während dieses Drehs.

Ich habe dieses Werk als Hörbuch gehört und kann die inhaltliche Rezension nicht von Carrie Fishers Lesung ihres eigenen Buches trennen. Warum? Carrie Fisher liest das Buch, als ob sie dem Hörer persönlich gegenüber säße – voller Humor, voller Emotion und mit vollem Stimmeinsatz. Dies macht Fishers Geschichten aus ihrer Jugend besonders mitreißend. Das Hörbuch sei daher dringend empfohlen.

Wir wissen ja, wie geistreich und humorvoll Carrie Fisher war, herrlich sind vor allem ihre Wortspiele und ihre Selbstironie, die das ganze Buch durchzieht. Sie spricht mit Ausnahme dessen, was wirklich privat bleiben sollte, sehr offen, auch über ihre Affäre mit Harrison Ford. An diesen richtet sie keinerlei Vorwurf, vielmehr war der doch recht verliebten Carrie von Anfang an klar, dass es bei einer zeitlich begrenzten Affäre (Carrison) bleiben würde. Da Fisher selbst ein Scheidungskind war, lag ihr eigentlich nichts ferner, als eine Affäre mit einem verheirateten Mann zu beginnen, doch manchmal nehmen die Dinge einfach ihren Lauf. Fisher ergänzt ihre Erzählung durch Einträge aus einem Tagebuch, das sie zur Zeit des Drehs führte und vor einiger Zeit wiederfand. Diese Tagebucheinträge waren es, die mich ganz besonders beeindruckten (gelesen werden diese übrigens nicht von Fisher, sondern von ihrer Tochter Billie Lourd). Was Carrie Fisher schon im Alter von 19 Jahren zu Papier brachte, ist in höchstem Maße poetisch, philosophisch und melancholisch und lässt durchblicken, was für ein großer Intellekt sich hinter der High-School-Abbrecherin verbarg.

Was mir nicht so gut gefiel, waren die Kapitel, in denen Fisher von den zahlreichen Autogrammstunden berichtet. Sie übernimmt dabei stellenweise die Stimme des Fans und gibt Beispiele dafür wieder, was die Fans ihr so alles erzählten. Diese Abschnitte sind meiner Meinung nach zu lang geraten, sie könnten deutlich gekürzt werden, ohne dass die Pointe verloren ginge.

Nicht zuletzt ist das Buch auch eine Liebeserklärung an Star Wars und Fishers ikonische Rolle als Leia, die nach eigener Aussage nicht mehr wirklich von ihrer eigenen Person zu trennen ist.

Eine Empfehlung für alle, die die unvergessliche Carrie Fisher schätzten.

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Normalerweise schreibe ich ja keine eigenen Posts über Verfilmungen. Aber in diesem Fall tue ich es, weil ich mich maßlos über den Verriss in der Brigitte geärgert habe. Dort merkte man richtig, dass die Rezensentin den Film schlecht finden wollte. Ihre Kritikpunkte: die Stimme des Erzählers (also Tod) wäre „nervtötend“ und die Musik „in jedem Moment bombastisch unangemessen“. Beides ist völlig haltlos, der Erzähler ist nur an ein paar Stellen überhaupt zu hören und die Musik ist vollkommen normal und unauffällig, wie in jedem anderen Film auch.

Natürlich kommt der Film nicht an das Buch heran und natürlich fehlt eine ganze Menge. Es gibt auch ein paar unnötige Änderungen, die mich gestört haben. Am ärgerlichsten fand ich, dass Liesel im Luftschutzraum nicht etwa aus ihren Büchern vorliest, sondern selbst eine Geschichte erfindet, die auf ihren eigenen Erfahrungen beruht. Das hat das Ganze doch etwas verkitscht. Es gibt noch mehr solcher Stellen, mir hat außerdem generell die Darstellung von Max nicht so gut gefallen. Alles in allem aber ein schöner, gelungener Film mit tollen Schauspielern wie Emily Watson und Geoffrey Rush. Und ich habe am Ende auch angemessen geheult.

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Tempus Fugit #77

Seufz, Sommerflaute. Schon wieder eine Woche, in der ich euch nicht viel berichten kann. Ich wälze mich immer noch durch meine ungelesenen Magazine. Bin mittlerweile bei „Spektrum der Wissenschaft spezial – der kreative Mensch“ angekommen, was mir ausnehmend gut gefällt. Aber es gibt auch kaum etwas, das mich mehr interessiert, als die Evolution des Menschen. (Afrika, Baby!)

Als Nächstes warten dann noch eine Brigitte und die Naturschutz heute auf mich. Ich hoffe inständig, dass in der Zwischenzeit keine Magazine mehr eintrudeln (die Geliebte Katze wird es aber wohl tun), damit ich mich dann endlich wieder auf ein Buch stürzen kann!

Diese Woche gelesen: Geo, Archäologie in Deutschland

Neuzugänge: 0. Ähem, das wird sich nächste Woche ändern. Ich habe gesündigt und bei Medimops bestellt. Ich hatte aber auch eine gute Ausrede, nämlich einen 10-Prozent-Gutschein. Wobei der bei einer Bestellung von 25 Euro auch nur 2,50 bringt, aber immerhin. So bekomme ich eine Bücher, die schon lange auf meiner Wunschliste stehen, sehr günstig, teilweise sogar als Hardcover. Nächste Woche verrate ich dann, welche es sind 🙂

Im Briefkasten: Die neue Brigitte.

Meine Woche:

Nicht sehr spektakulär. Donnerstag war ich in Saarbrücken im Büro. Ähm, sonst war eigentlich nix. Voll langweilig. Heute gehe ich eventuell noch mit meiner Schwester auf die Kirmes in Spiesen. Natürlich nicht zum Karussellfahren, sondern um ein Bierchen zu trinken. Mal gucken.

Oh, aber von einer DVD wollte ich noch erzählen, und zwar von „From Hell“ mit Johnny Depp und Heather Graham. Und Robbie Coltrane natürlich 🙂 Ein Film über den Jack-the-Ripper-Fall. Der ist so toll, auch wenn ich die Theorie, die in dem Film vertreten wird, für unwahrscheinlich halte. Die Stimmung! Booooh! Der Film hat mir so gut gefallen, dass ich ihn schon zweimal angesehen habe. Abgesehen von der Identität von Jack the Ripper, zu der ich eine andere Meinung habe als die Filmemacher, fand ich eine Sache noch recht interessant.

Achtung, Spoiler für die, den Film noch nicht kennen!

 

Und zwar, dass es sich bei dem letzten Opfer, bei dem der Mörder sich ja so richtig ausgetobt hat, gar nicht um Mary Kelly handelte. Das würde dazu passen, dass manche Zeugen Mary Kelly noch nach dem wahrscheinlichen Zeitpunkt der Tat in einem Pub gesehen haben wollen. Das passt auch recht gut zu der Theorie, die im Film vertreten wird.

 

Ich kann den Film nur empfehlen, er ist so wahnsinnig atmosphärisch! Hach!

So, ich werde mich jetzt auf die Couch begeben, um „Der kreative Mensch“ weiterzulesen. Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!

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