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Archive for the ‘Klassiker’ Category

(c) Audible Studios

(c) Audible Studios

Sprecher: Peter Firth

Dauer: 14 h 23 min

England im 19. Jahrhundert. Die junge Tess ist die älteste Tochter einer in lange vergangenen Zeiten wohlsituierten, heute aber verarmten Familie. Ohne eigenes Verschulden verliert sie ihre Unschuld und ist damit eine gefallene Frau. Dass der Akt nichts anderes als eine Vergewaltigung war, wird nicht gewertet. Thomas Hardy erzählt in einem seiner bekanntesten Wessex-Romane ein Frauenschicksal, das geprägt ist von der himmelschreienden Ungerechtigkeit, mit der insbesondere Frauen aus der armen Bevölkerungsschicht behandelt wurden.

Mein Verhältnis zum Werk Thomas Hardys Werk ist gespalten. Einerseits bin ich begeistert davon, wie er soziale Themen anspricht und die rigide Sexualmoral des viktorianischen Zeitalters anprangert, andererseits sind mir seine Geschichten oft einfach zu dramatisch, die Figuren häufig etwas überzeichnet. Bei Dickens komme ich damit besser klar, denn seine Figuren sind satirisch überzeichnet. Aber Tess – sie ist trotz der verlorenen Jungfräulichkeit so rein, so gut, dass sie geradezu ein Idealbild darstellt. Dennoch verliert sie aufgrund ihrer Behandlung durch die Gesellschaft den Glauben an Gott und die Menschen, was sie den den Roman durchziehenden heidnischen Bildern näherbringt. Bei Wikipedia ist zu lesen, dass Tess eine Art Naturgöttin und ein Opfer personifiziert – das leuchtet mir ein und passt sehr gut zu Hardys eindringlichen und ausführlichen Naturbeschreibungen. Der Opferaspekt wird vor allem gegen Ende des Buches durch einen bekannten Schauplatz verdeutlicht.

„Tess of the D’Urbervilles“ ist ein hervorragend geschriebener, gesellschaftskritischer Roman, der mich jedoch ebenso wie andere Hardy-Romane nicht durchgängig fesseln konnte, die Handlung hätte für mein Dafürhalten etwas gerafft werden können. Ich vergebe daher 3,5 Sterne.

Peter Firth, der mir als Hörbuchsprecher bisher nicht bekannt war, liest sehr ansprechend und zeichnet sich durch eine besonders klare Aussprache auch bei der Wiedergabe von Dialekten aus.

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(c) Kiepenheuer & Witsch

(c) Kiepenheuer & Witsch

In einem Grand Hotel im Berlin der Zwanziger Jahre leben unterschiedlichste Gäste: ein versehrter, depressiver Arzt, eine alternde russische Primaballerina, der Generaldirektor einer Textilfirma, der ein gewagtes Spiel treibt, ein gutaussehender Baron, der alle Herzen für sich gewinnt, aber nicht das ist, was er zu sein scheint, ein Hilfsbuchhalter, der nur noch wenige Wochen zu leben hat und seine Ersparnisse draufhauen will, um noch zu erfahren, wie das gute Leben sich anfühlt. Anhand dieser Personenkonstellation kreiert Vicki Baum einen Bildausschnitt der Zwanzigerjahre in Berlin.

Ein Bildausschnitt, muss ich betonen. Trotz des Einsatzes typischer Bilder für das Berlin der Zwanzigerjahre, wie der noch intakten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, muss ich konstatieren, dass bei der Lektüre von Vicki Baums berühmten Roman aus dem Jahr 1929 bei mir weder ein rechtes Zwanzigerjahre-Feeling noch ein richtiges Berlin-Feeling aufkam.

Ähnlich verhält es sich mit den Protagonisten des Romans, ihre jeweilige Sichtweise schildert Vicki Baum durchaus eindringlich, dennoch bleiben sie merkwürdig zweidimensional, einzig der todkranke Kringelein wirkt plastischer angesichts seiner Situation, er ist zweifellos der interessanteste Charakter des Romans. Eine echte Verbindung konnte ich jedoch selbst zu ihm nicht herstellen, sodass ich gestehen muss, dass der Plot mich eher langweilte.

Sprachlich konnte Vicki Baum mich eher überzeugen, stellenweise ist die Sprache kraftvoll und starke Bilder:

„‚Es ist gar nicht so schlimm'“, sagte Kringelein. ‚Man braucht keine Angst zu haben, es ist nicht schlimm.‘ Und damit meint Kringelein nicht nur die teure Schneiderrechnung und nicht nur die Avusfahrt und nicht nur den Flug – sondern all dieses zusammen und dann noch, daß er bald sterben wird, wegsterben von der kleinen Welt, hinaussterben aus der großen Angst, hinaufsterben, wenn es geht, noch höher, als Maschinen fliegen können.“ (Seite 161 meiner Ausgabe)

Insgesamt ist dies ein sprachlich lesenswertes Buch, von dem man jedoch nicht allzu viel Atmosphäre erwarten sollte.

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(c) Virago

(c) Virago

Eine junge Frau verdingt sich als Gesellschafterin für eine reiche Dame aus Amerika. Sie ist nicht glücklich damit, kann es sich aber nicht leisten, diese Beschäftigung aufzugeben. In Monte Carlo treffen sie auf den englischen Adligen Maxim de Winter, der ein Jahr zuvor seine Frau verloren hat: Rebecca. Die junge Frau, die namenlos bleibt, verliebt sich in de Winter, heiratet ihn und reist mit ihm nach den Flitterwochen zu seinem berühmten Landsitz Manderley.

Dort muss sie feststellen, dass der Geist der verstorbenen Mrs de Winter noch überaus präsent ist – und dass die Dienerschaft sie nicht wirklich als neue Mrs de Winter anerkennt. Und auch Maxim scheint noch sehr an seiner ersten Frau zu hängen.

Ich bin mit riesigen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, wusste ich doch bereits, dass das Buch sehr einem meiner Lieblingsbücher „Jane Eyre“ von Charlotte Bronte ähneln soll, ja, es gibt sogar eine Plagiatsdebatte. Ich war jedoch gewillt, dies wohlwollend zu betrachten, schließlich hat Daphne du Maurier selbst ein Buch über die Bronte-Familie geschrieben (The Infernal World of Branwell Bronte) und die Verwendung eines Motivs aus dem wohl berühmtesten Bronte-Roman kann man sicher auch als eine Art Hommage betrachten.

Der einleitende Satz ist berühmt und versetzt den Leser sofort in eine wunderbar melancholische Stimmung:

„Last night I dreamed I went to Manderley again“.

Denn kurz darauf erfahren wir schon, dass Manderley nicht mehr existiert. Nun springt die Ich-Erzählerin zurück an den Anfang der Geschichte ihrer Ehe mit Maxim de Winter. Richtig interessant wird es, als das junge Paar in Manderley eintrifft. Vor allem die Hausdame Mrs Danvers scheint der jungen Frau gegenüber regelrecht feindselig eingestellt zu sein. Somit ist eine Antagonistin eingeführt, doch schnell wird deutlich, dass sie nur eine Vertreterin der eigentlichen Antagonistin ist, der verstorbenen erste Ehefrau Rebecca.

Die Protagonistin ist eine sympathische Person, die jedoch die Nerven ungeduldiger Leser strapazieren wird, denn sie ist sehr unsicher und ängstlich, malt sich in jeder Situation direkt die schlimmsten Katastrophen aus. Auch ich begann, genervt zu reagieren, habe mir jedoch den Spiegel vorgehalten: Die Königin der Unsicherheit und des schwachen Selbstbewusstseins sollte hier vielleicht nicht allzu kritisch sein 😉 Außerdem macht sie im Laufe des Buches auch eine große Entwicklung durch.

Die Ereignisse zwischen der Protagonistin und Mrs Danvers spitzen sich zu bis zur Maskenballszene, die wohl den Höhepunkt des Buches darstellt.

Die Wendung der Geschichte, die bald darauf eintritt, war für mich keine Überraschung, wenn man zwischen den Zeilen liest, ist sie abzusehen.

Was mich sehr überraschte, war, dass ein sehr wichtiger Aspekt der Geschichte nicht wie in Jane Eyre gehandhabt wurde. Ich wartete immer ungeduldiger auf Anzeichen dafür – aber sie kamen nicht. Das hat mich ein wenig enttäuscht. Ich hatte größere Parallelen zwischen den beiden Büchern vermutet. Dies ist aber natürlich kein Fehler des Buchs, sondern völlig legitim und lag einfach an meiner Erwartungshaltung.

Insgesamt hat mir „Rebecca“ gut gefallen, es konnte meine – zugegebenermaßen sehr hohen – Erwartungen jedoch nicht ganz erfüllen. Vor allem die letzten Kapitel hätte man zur Aufrechterhaltung der Spannung etwas raffen können. Ein schönes, atmosphärisches Buch, aber für mich kein Meisterwerk wie Jane Eyre.

Vielleicht können mich du Mauriers weitere Bücher mehr begeistern, ich habe bereits einen Kurzgeschichtenband gelesen, den ich sehr mochte, und ich kann mit weniger genauen Erwartungen an sie herangehen.

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(c) Audible Studios

Sprecherin: Emma Thompson

Sprecher Introduction: Richard Armitage

Dauer: 4 h 40 min (ungekürzt)

Deutscher Titel: Das Durchdrehen der Schraube

England im 19. Jahrhundert. Eine junge Frau tritt ihre erste Stelle als Gouvernante für ein Geschwisterpaar an. Bedingung ihres Arbeitgebers war, dass sie sich um alles, wirklich alles, selbst kümmern und ihn nicht damit belangen darf. Die beiden Kinder sind geradezu überirdisch schön und brav und die junge Frau verliebt sich regelrecht in ihre beiden Schützlinge. Doch eines ist merkwürdig: Warum darf der kleine Miles nach den Ferien nicht in seine Schule zurückkehren? Der Rektor gibt keine Gründe an. Sind die Kinder nicht so durch und durch gut, wie sie es zu sein scheinen?

Ich hatte irgendwo gelesen, dass Henry James‘ Gothic Novel besonders gruselig sein soll und mir das E-Book heruntergeladen, es bisher aber nicht gelesen. Als nun diese Audible Studios-Produktion mit Emma Thompson erschien, konnte ich nicht widerstehen. (Danke für den Hinweis, Herba!)

Das Setting schien mir auch gleich vielversprechend und auch die von Richard Armitage gelesene Rahmenhandlung gefiel mir recht gut. Dieses war mein erstes Buch von Henry James, das heißt, ich kannte seinen Stil noch nicht. Vielleicht wäre es auch besser gewesen, nicht zuerst eines seiner Bücher als Hörbuch zu hören, denn er verwendet ausführliche, bildreiche Beschreibungen, vor allem des Gemütszustands der Protagonistin. Ich muss gestehen, dass ich mich manchmal dabei ertappte, diese nicht mit voller Konzentration anzuhören. Dass Henry James versiert mit der Sprache umgeht, ist indes nicht zu leugnen. Emma Thompson setzt ihre volle Erfahrung als Schauspielerin ein und liest wirklich sehr ausdrucksvoll, stellenweise wirkte es sogar leicht übertrieben für mich. Die wenigen Sprechrollen interpretiert sie mühelos, im Falle der Haushälterin Mrs Grose auch mit einem wunderbaren lokalen Akzent.

Meine Erwartungen an den Inhalt des Buchs wurden jedoch leider nicht ganz erfüllt. Ich habe es als weit weniger gruselig empfunden als erwartet, die bedrohliche Situation durch den Spuk in dem Haus wurde für mich nicht recht heraufbeschworen. In meinen Augen konzentriert sich das Werk eher auf das Seelenleben der Protagonistin und die Frage, ob, das, was sie wahrnimmt, echt ist oder ob sie langsam verrückt wird. Unheimlicher als die Geistergestalten selbst fand ich die beiden Kinder und ihr Verhältnis zu den Geistern, doch richtige Schauder ließt das bei mir nicht entstehen.

Eine gute Geschichte in schöner Sprache, die jedoch inhaltlich etwas hinter meinen Erwartungen zurückblieb.

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(c) Vintage Classics

Deutscher Titel: Der Magier

Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der junge Chirurg Arthur Burdon besucht sein Mündel Margaret, die gleichzeitig seine Verlobte ist. Sie wohnt mit ihrer ca. 10 Jahre älteren Freundin Susie Boyd zusammen, die wie sie selbst in Paris Kunst studiert. Es herrscht heile Welt, das Paar ist glücklich, die alleinstehende Susie durch ein Erbe gut versorgt. Auftritt Oliver Haddo, ein weitgereister, arroganter Zeitgenosse, der angeblich magische Kräfte besitzt. Doch inwiefern stellt er eine Bedrohung für das junge Glück dar?

Dieses ist das erste Buch, das ich zusammen mit einer Lesegruppe gelesen habe, und ich habe mich aus diesem Grund, aber auch wegen der spannend klingenden Inhaltsangabe, sehr auf die Lektüre gefreut. Und mir hat das Buch auch am Anfang recht gut gefallen: das Setting in der Bohème-Szene, die Aussicht auf eine unheimlichen Weitergang der Geschichte und eine Identifikationsfigur für mich in Susie Boyd. Auch sprachlich war ich angetan, Maughams Stil ist anspruchsvoll, aber gut lesbar, mit häufig markierter Satzstellung.

Im weiteren Verlauf des Buchs musste ich jedoch häufiger die Stirn runzeln. Über eine in den Augen vieler Leser völlig misslungene Magieszene mit schwülstigen Beschreibungen von Halluzinationen konnte ich hinwegsehen, aber die Entwicklung der Geschichte selbst nimmt nun einen unglücklichen Weg. Zunächst schafft Maugham es zwar, Spannung aufzubauen, doch der folgende Showdown wirkte auf mich eher leicht komisch und das Ende des Romans schlicht und ergreifend banal. Zudem entwickelt Maugham seine Charaktere nicht weiter, sie bleiben sämtlichst flach und auch die zunächst so interessante Susie Boyd verblasst.

Die Plagiatsvorwürfe von Aleister Crowley, auf den Somerset Maugham die Figur des Oliver Haddo basiert, habe ich in dieser Rezension außen vor gelassen. Maugham weist in seinem Vorwort darauf hin, dass Crowley nie so düster und bösartig war wie Haddo in dem Roman, was den Vorwurf einer Abrechnung mit dem Vorbild abmildert.

So lässt dieses Frühwerk von Maugham mich enttäuscht zurück, es konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. 2,5 Sterne.

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(c) Knaus Verlag

Hertfordshire, zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Familie Bennet lebt auf dem bescheidenen Anwesen Longbourn. Die Situation der Familie ist nicht einfach, da es keinen männlichen Erben, aber fünf Töchter gibt, die versorgt werden wollen. Das spärliche Hauspersonal arbeitet unterdessen hart, um den Herrschaften das Leben anngenehm zu machen. Neben der Haushälterin und Köchin und ihrem Mann gibt es noch zwei junge Hausmädchen. Als zusätzlich ein Diener engagiert wird, kommt in Sarah, der älteren der beiden, der Verdacht auf, das der junge Mann etwas vor ihnen verheimlicht.

Wer kennt und liebt nicht die Geschichte von Elizabeth Bennet und Mr Darcy? „Pride and Predudice“ bzw. „Stolz und Vorurteil“? Das Buch ist mein Lieblingsroman von Jane Austen und ich könnte es immer wieder lesen. Mittlerweile gibt es unzählige Werke in Literatur und Film, die die Geschichte in irgendeiner Form verarbeiten oder weiterführen. Normalerweise halte ich mich von solchen Werken eher fern – ich habe immer die Angst, dass die weitergesponnene Geschichte nicht dem entspricht, was ich mir selbst ausmale. Jo Bakers Roman nimmt jedoch eine Sonderstellung unter diesen Werken ein, denn die Handlung aus „Stolz und Vorurteil“ läuft eher am Rande ab, während die Dienerschaft im Vordergrund steht. Da ich mich – spätestens seit Downton Abbey – sehr für das Leben „downstairs“ in englischen Adelshäusern interessiere, hat mich dieses Buch gleich gereizt, als ich davon gehört habe.

Und tatsächlich gelingt es Jo Baker, gleichzeitig unsere „Gier“ nach Ergänzungen der Geschichte der geliebten Charaktere zu stillen, als auch eine völlig eigenständige Handlung zu entwickeln, in der das Hausmädchen Sarah die Hauptrolle spielt. Zu Beginn bin ich nicht recht warm geworden mit ihr, doch im Laufe des Buches hat sich dies gebessert. James, der Hausdiener, sorgt für einen zusätzlichen Spannungsbogen, da wir ahnen, dass er Schlimmes erlebt hat. Seine Geschichte führt uns sogar an andere Schauplätze als England. Völlig überraschend kommt noch ein Twist dazu, aber jede weitere Erläuterung würde an dieser Stelle zu viel verraten.

Was Jo Bakers Recherchearbeit angeht, war ich gleich zu beginnt etwas erstaunt, dass Mr und Mrs Bennet sich ein Schlafzimmer teilen, was mir recht ungewöhnlich erscheint. Das hat in mir leichte Bedenken geweckt, ob das Buch denn auch richtig gut recherchiert ist. Diese Bedenken haben sich dann aber schnell gegeben, denn die Beschreibungen der Lebensweise zu der Zeit und der Arbeit der Bediensteten wird sehr gut und glaubwürdig dargestellt. Ich hatte mir Longbourn wohl einfach doch etwas größer vorgestellt, als Jo Baker es gemacht hat, meine Sichtweise ist da zugegebenermaßen auch sehr durch die BBC-Verfilmung von 1995 geprägt. Es ist interessant, vor Augen geführt zu bekommen, welche Arbeiten damals in einem solchen Hausarbeit mit welch bescheidenen Mitteln verrichtet werden mussten – Dinge, über die man sich bei der Lektüre von Jane Austens Romanen gar keine Gedanken macht. Jo Baker zeigt uns auf diese Weise auch, dass auch unsere Heldin Elizabeth nicht gänzlich perfekt ist: Sie und ihre Schwestern denken doch herzlich wenig darüber nach, welche Mühen sie den Mädchen in der Waschküche verursachen und welche Arbeit mit Dingen verbunden ist, die für sie völlig selbstverständlich sind. Eine wirklich interessante Sichtweise, die Jo Baker uns da eröffnet. Generell ist das Buch etwas rauer als Jane Austens Werk, was es aber umso interessanter macht, da eben Dinge angesprochen werden, die Jane Austen natürlich nicht erwähnt.

Nicht hundertprozentig gefallen hat mir das Ende des Buchs, wobei ich zugeben muss, dass es schon stimmig ist. Das Ende geht sogar noch ein bisschen über das Ende von „Stolz und Vorurteil“ hinaus, bleibt dabei aber voll im Rahmen.

Jo Bakers Buch ist eigenständig, spannend, unterhaltsam und treibt keinerlei Schindluder mit der Vorlage – eine  Empfehlung für alle Jane Austen-Fans!

Herzlichen Dank an den Knaus Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Bin etwas in Rückstand geraten, aber zu diesem Thema wollte ich unbedingt meinen Senf abgeben:

“Mein ältestes Buch”.. ich liebe nämlich solch’ antiquarische Sachen… die halb zu Staub zerfallen, wenn man sie nur mal scharf anschaut (nicht, daß ich meine alten Bücher jemals scharf anschauen würde, ich meine nur)

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie alt das älteste Buch in meinem Regal genau ist, denn leider steht in den alten Collins-Ausgaben, die ich habe, kein Datum. Meine Ausgabe von „Twelfth Night“ von Shakespeare ist von 1949 und ich vermute, dass meine drei Collinse noch älter sind.

Dabei handelt es sich um „Martin Chuzzlewit“ und „David Copperfield“ von Charles Dickens sowie „The Heart of Midlothian“ von Sir Walter Scott, welches ich als Beispiel fotografiert habe:

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Das schöne an diesen Ausgaben ist, dass sie auch noch illustriert sind:

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Habe auch alle drei Ausgaben tatsächlich gelesen 🙂 Wer sich mal an Sir Walter Scott wagen will, „The Heart of Midlothian“ kann ich als Einstieg empfehlen, liest sich meiner Meinung nach viel besser als etwa „Rob Roy“.

Gibt natürlich noch viiiiiel ältere Bücher. Ich habe letztens bei Bekannten tatsächlich ein 500 Jahre altes Buch in der Hand gehabt… Aber ich mag meine Schätze trotzdem 🙂

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