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2017 war ein gutes, aber nicht sehr gutes Lesejahr für mich, es fällt insgesamt etwas schlechter aus als die beiden letzten Jahre. Ich hatte entschieden zu viele Neuzugänge, vor allem im Buchmessenmonat Oktober bin ich *etwas* eskaliert. Es waren 5 echte Highlights dabei (kommen unten nach der Bücherliste).

Gelesen: 54

  • Silvia Tennenbaum: Straßen von gestern – Rezension
  • Sarah Perry: The Essex Serpent – Rezension
  • Sarah Andersen: Adulthood is a Myth
  • Dee Brown: Bury My Heart at Wounded Knee – Rezension
  • Peter Härtling: Hallo Opa Liebe Mirjam
  • Sherman Alexie: The Absolutely True Diary of a Part-Time Indian – Rezension
  • Edward S. Curtis: Die Indianer Nordamerikas – Die kompletten Portfolios
  • Marlen Haushofer: Die Wand – Rezension
  • Stephen Fry: Moab is My Washpot – Rezension
  • William Golding: Lord of the Flies – Rezension
  • Günther Thömmes: Der Bierzauberer
  • Dennis Lehane: Shutter Island – Rezension
  • Dr. Nadja Hermann: Fettlogik überwinden – Rezension
  • Konami Kanata: Kleine Katze Chi – Chi’s Sweet Home (Manga)
  • Shona MacLean: The Redemption of Alexander Seaton
  • Kai Meyer: Seide und Schwert – Rezension
  • Yaa Gyasi: Homegoing – Rezension
  • Vladimir Nabokov: Lolita – Rezension
  • Han Kang: Die Vegetarierin – Rezension
  • Sarah Andersen: Big Mushy Happy Lump
  • Anne Moody: Coming of Age in Mississippi – Rezension
  • N. K. Jemisin: Die Erbin der Welt
  • Philippa Gregory: The Boleyn Inheritance – Rezension
  • Kai Meyer: Lanze und Licht
  • Naomi Alderman: The Power – Rezension
  • Walter Reinhard: Die keltische Fürstin von Reinheim
  • Sebastian Barry: The Secret Scripture – Rezension
  • Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen – Rezension
  • Allie Brosh: Hyperbole and a Half
  • Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna – Rezension
  • George Saunders: Lincoln in the Bardo – Rezension
  • Bill Bryson: Made in America – Rezension
  • Sebastian Barry: Days Without End – Rezension
  • Barbara Kunrath: Schwestern bleiben wir immer
  • Emily Fridlund: History of Wolves – Rezension
  • Margaret Atwood: The Penelopiad – Rezension
  • Colson Whitehead: The Underground Railroad – Rezension
  • Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher
  • Fiona Mozley: Elmet – Rezension
  • Roger Clarke: A Natural History of Ghosts – 500 Years of Hunting for Proof – Rezension
  • The Queen (of Twitter): Gin o‘ Clock
  • Carson McCullers: The Heart is a Lonely Hunter – Rezension
  • Jean-Yves Ferri, Didier Conrad: Asterix in Italien
  • Kai Meyer: Drache und Diamant
  • Diane Setterfield: The Thirteenth Tale – Rezension
  • Daniel Kehlmann: Du hättest gehen sollen
  • Kazuo Ishiguro: Never Let Me Go – Rezension
  • Yuval Noah Harari: Sapiens. A Brief History of Humankind – Rezension
  • Susannah Cahalan: Brain on Fire – Rezension
  • Paul Devereux: Der heilige Ort, Vom Naturtempel zum Sakralbau: Wie die Menschen das Heilige in der Natur entdecken
  • Kazuo Ishiguro: A Pale View of Hills – Rezension
  • Jen Campbell: The Beginning of the World in the Middle in the Night
  • Félix J. Palma: Die Landkarte der Zeit – Rezension folgt
  • Charles Dickens: Our Mutual Friend

Abgebrochen: 4

  • Ron Markus: Romantik für Anfänger
  • William H. Calvin: Wie der Schamane den Mond stahl
  • Norman Spinrad: Der stählerne Traum
  • Ellen Jacobi: Frau Schick macht blau

Gehört: 20

  • J. K. Rowling: Harry Potter and the Order of the Phoenix (Re-read)
  • Peter Wohlleben: Das Seelenleben der Tiere – Rezension
  • Carrie Fisher: The Princess Diarist – Rezension
  • Petra Schier: Das Haus in der Löwengasse
  • J. K. Rowling: Harry Potter and the Half-Blood Prince (Re-read)
  • Thomas Melle: Die Welt im Rücken – Rezension
  • Graeme Macrae Burnet: His Bloody Project – Rezension
  • Nicole Jäger: Die Fettlöserin – Rezension
  • J. K. Rowling: Harry Potter and the Deathly Hallows (Re-read)
  • Heinz Strunk: Jürgen – Rezension
  • Ayobami Adebayo: Stay With Me – Rezension
  • Helmut Schmidt: Was ich noch sagen wollte
  • Philip Pullman: Northern Lights (Re-read)
  • Zadie Smith: Swing Time
  • Mohsin Hamid: Exit West – Rezension
  • Philip Pullman: The Subtle Knife (Re-read)
  • Marc-Uwe Kling: Qualityland – Rezension
  • Philip Pullman: The Amber Spyglass (Re-read)
  • Ranga Yogeshwar: Nächste Ausfahrt Zukunft – Rezension
  • Josh Malerman: Bird Box – Rezension folgt

Insgesamt: 74

Neuzugänge: (ohne Hörbücher): 71

Schluck. Haarscharf vorbei am SuB-Aufbau…

Gelesene Seiten: 27016

Seiten pro Tag: 74

Das ist etwas weniger als im letzten Jahr.

 

Highlights:

 

Platz 1: Yaa Gyasi: Homegoing (Deutsch: Heimkehren)

Platz 2: Naomi Alderman: The Power (Deutsch: Die Gabe, erscheint am 12.03.2018)

Platz 3: Margaret Atwood: The Penelopiad (Deutsch: Die Penelopiade, antiquarisch erhältlich)

Platz 4: Kazuo Ishiguro: A Pale View of Hills (Deutsch: Damals in Nagasaki)

Platz 5: Ayòbámi Adébéyò: Stay With Me (noch nicht in einer deutschen Ausgabe erhältlich)

 

Bemerkenswert ist für mich vor allem, dass Stay With Me es auf diese Liste geschafft hat. Ich hatte zunächst nur 4 Sterne für das Buch vergeben (ich kann nicht mehr sagen warum), doch es ist mir im Gedächtnis geblieben wie eben nur die anderen 4 Highlights in diesem Jahr, daher gehört es auf die Liste. Ich hoffe sehr, dass die deutschen Verlage noch auf das Buch aufmerksam werden, es war immerhin auf der Shortlist für den Bailey’s Prize und wurde im englischsprachigen Raum von den Booktubern gefeiert. Es hätte eine Übersetzung ins Deutsche wahrlich verdient.

Ansonsten ist noch anzumerken, dass unter den 74 gelesenen Büchern 16 Sachbücher waren. Damit bin ich ganz zufrieden, vielleicht lässt sich das noch ein bisschen steigern.

Außerdem freue ich mich darüber, dass sich in diesem Jahr zwei neue Lieblingsautoren herauskristallisiert haben, nämlich Margaret Atwood und Kazuo Ishiguro. Ich werde meine Links demnächst entsprechend aktualisierien 🙂

Im nächsten Jahr werdet ihr an dieser Stelle dank der Lesejahr-Excel-Tabelle wahrscheinlich eine sehr viel ausführlichere Statistik finden. Ich habe jetzt nicht durchgezählt, aber ich habe viele Bücher von weiblichen Autoren gelesen und bei den Highlights sind Frauen absolut in der Überzahl.

Was haltet ihr von meinem Lesejahr und von meinen Highlights? Habt ihr die Bücher auch gelesen oder wollt ihr sie lesen? Habt ihr im letzten Jahr neue Lieblingsautoren gefunden? Und wie war euer Lesejahr?

Ich wünsche euch ein schönes und vor allem gesundes Lesejahr 2018!

 

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Bevor ich mich mit dem Jahresrückblick beschäftige, zeige ich euch noch meine Dezemberstatistik. Dem Gefühl nach war es für die etwas knappere Lesezeit ein guter Lesemonat, wobei ich gleich zwei Bücher abgebrochen habe, was bei mir sonst eher selten ist. La Belle Sauvage wollte ich eigentlich im Idealfall in der Silvesternacht fertiglesen, aber es macht mir auch nichts aus, dass ich es jetzt mit ins neue Jahr genommen habe.

Gelesen: 5

  • Paul Devereux: Der heilige Ort, Vom Naturtempel zum Sakralbau: Wie die Menschen das Heilige in der Natur entdecken
  • Kazuo Ishiguro: A Pale View of Hills – Rezension
  • Jen Campbell: The Beginning of the World in the Middle in the Night
  • Félix J. Palma: Die Landkarte der Zeit – Rezension folgt
  • Charles Dickens: Our Mutual Friend, letzte 63 Seiten

Nach 1,5 Jahren ist der Victoran-style readalong von Our Mutual Friend des Booktube-Kanals Books and Things zu Ende gegangen. Es hat wirklich Spaß gemacht und Katies Analysevideos sind klasse! Sie hat bereits einen Folge-Readalong angekündigt, bei dem ich auch wieder dabei sein werde 🙂

Abgebrochen: 2

  • Norman Spinrad: Der stählerne Traum (100 Seiten gelesen)
  • Ellen Jacobi: Frau Schick macht blau (30 Seiten gelesen)

Neuzugänge: 4

  • Siddhartha Mukherjee: The Emperor of All Maladies
  • Emily St. John Mandel: Station Eleven (Geschenk)
  • Philip K. Dick: The Man in the High Castle (Geschenk)
  • Ruth Goodman: How to Be a Victorian

Gehört: 2

  • Ranga Yogeshwar: Nächste Ausfahrt Zukunft – Rezension
  • Josh Malerman: Bird Box – Rezension folgt

Hörbuchneuzugänge: 1

  • Josh Malerman: Bird Box

Stelle fest: Ich muss wieder fleißiger werden, was Rezensionen angeht 😉

Stand Roman-SuB: 115 (-3)

Stand Sachbuch-SuB: 50 (+2)

SuB-Abbau: -1

Ich werde demnächst mithilfe von Sophies Excel-Datei meinen SuB bereinigen, manche Bücher sind falsch zugeordnet und durchgezählt habe ich auch schon lange nicht mehr. Ich weiß nicht, ob ich das bis zum Jahresrückblick schaffe, auf jeden Fall kommt da jetzt mal Ordnung in die Bude.

Gelesene Seiten: 2219

Seiten pro Tag: 72

Am Dezember freut mich vor allem, dass mit A Pale View of Hills noch ein echtes Jahreshighlight dazugekommen ist. Mehr zu meinen Highlights gibt’s dann im Jahresrückblick.

Ich wünsche euch einen tollen ersten Lesemonat in diesem Jahr!

Ich will gar nicht groß Worte darüber verlieren, dass unmöglich schon wieder ein Jahr vorbei sein kann, es ist nun mal, wie es ist. Wie immer lasse ich das Jahr lesend ausklingen, da ich an der Silvesterfeierei nicht groß was finden kann und ich sowieso bei Bilbo bleiben muss, der bei der Ballerei große Angst hat. Ich bin also ein Silvestermuffel 🙂 Worüber ich mich freue, sind typische Nerddinge: einen neuen Kalender anfangen, eine neue Goodreads-Challenge beginnen (ich setze die wieder auf 52, das macht praktisch keinen Druck, ist aber ein Mindestrichtwert) und zum ersten Mal eine erweiterte Statistik führen, soweit die in meiner abgespeckten Excel-Version funktioniert (toi toi toi). Wovon ich rede? Die wunderbare Sophie vom Booktube-Kanal „Portal in the Pages“ hat eine geniale Mappe erstellt, die herrliche Dinge mit den Zahlen anstellt. Das zugehörige Video findet ihr hier und in der Infobox auch den Link zur Datei. Sophies Kanal kann ich euch ganz allgemein empfehlen.

Diese Woche (aus-)gelesen: 1

  • Félix J. Palma: Die Landkarte der Zeit. Ein chaotisches Buch, aber auch irgendwie genial.

Ich lese gerade:

  • Philip Pullman: The Book of Dust, Vol. 1 – La Belle Sauvage. Hab ich mir extra für Silvester aufgehoben 🙂

Neuzugänge: 3

  • Emily St. John Mandel: Station Eleven (Geschenk)
  • Philip K. Dick: The Man in the High Castle (Geschenk)
  • Ruth Goodman: How to Be a Victorian

Diese Woche ausgehört: 0

Ich höre gerade:

  • Josh Malerman: Bird Box. Hab noch 50 Minuten, will ich heute noch beenden.

Hörbuchneuzugänge: 0

Geguckte Filme/DVDs:

  • Star Wars Episode VIII: Mir persönlich hat Teil 7 besser gefallen. Hier waren es mir zu viele sich wiederholende Motive aus den Teilen 4-6. Obwohl Luke Skywalker zum Schluss schon extrem cool war. Und tolle Optik.

Gerichte der Woche:

Grünkohl-Pasta mit Thymian-Ziegenfrischkäse. Aus der aktuellen Köstlich vegetarisch. Das war so lecker! Ups, a bisserl unscharf.

Schupfnudeln mit Wirsing-Lauch-Gemüse

Das war es dann wohl für dieses Jahr. Ich danke allen Leserinnen und Lesern, die mir auch in diesem Jahr treu geblieben oder neu hinzugekommen sind. Kommt alle gut rüber, wir lesen uns 2018!

(c) Argon Hörbuch

Sprecher: Ranga Yogeshwar

Dauer: 12 h 17 min

Ranga Yogeshwar ist uns allen als Wissenschaftsjournalist und  -moderator bekannt, der Jung und Alt die Welt erklärt. Als Diplom-Physiker hat er den entsprechenden Hintergrund. Doch nicht nur seine Ausbildung macht ihn zu einem qualifizierten Autor: Als Sohn eines indischen Ingenieurs und einer luxemburgischen Kunsthistorikern ist er in zwei Welten aufgewachsen und bringt eine gehörige Portion Lebenserfahrung und Sachverstand mit. Seine Arbeit fürs Fernsehen und sein Ansehen sorgten dafür, dass er mit seinem Filmteam Zugang zu zahlreichen Einrichtungen erhält, so durfte sein Team als Erstes nach dem Reaktorunglück in Fukushima drehen. Die notwendige Ausrüstung für das Verfassen eines Buchs über die Zukunft bringt er also mit. Darüber hinaus hat Yogeshwar auch einen künstlerlischen Hintergrund: Er selbst und seine Töchter sind am Klavier ausgebildet, seine Frau ist Sopranistin.

In insgesamt elf Kapiteln mit jeweils drei oder vier Unterkapiteln befasst sich Ranga Yogeshwar mit zukunftsrelevanten Themen, etwa der Digitalisierung und gefährlichen Entwicklungen hinsichtlich des Datenschutzes, des Umweltschutzes, der Schulbildung, Energieversorgung, Frauenrechten, der Terrorangst oder der künstlichen Intelligenz. Die Kapitel sind episodenhaft erzählt, häufig beginnen sie mit Erfahrungen Yogeshwars in der Vergangenheit und schließen mit den Schlussfolgerungen und den Konsequenzen für die Zukunft. Manchmal dauert es ein bisschen, bis er zur Relevanz für die Zukunft kommt, dies bleibt jedoch nie aus. Dabei bietet er konkrete Vorschläge zur Verbesserung an, warnt vor Fehlentwicklungen und deren Auswirkungen. Die anekdotenhafte Gestaltung der Kapitel machen das Buch sehr gut lesbar und absolut zugänglich für ein breites Publikum. Ich fand alle angesprochenen Themen wirklich interessant, sehr aufschlussreich unter anderem das Kapitel über die Terrorangst oder das über (Schul-)bildung. Gut gefallen hat mir auch Yogeshwars Ausblick auf die Zukunft des Homo Sapiens. Hier hatte ich den Eindruck, dass seine Ausführungen teilweise auch eine Antwort auf das Buch „Homo Deus“ von Yuval Noah Harari sind. Dieses habe ich zwar noch nicht gelesen, aber bereits am Ende von „Sapiens“ deutet sich an, wie Harari die Zukunft des Menschen sieht, er prognostiziert eine Verschmelzung von Mensch und Technik, die Entstehung des gottgleichen, unsterblichen Menschen. Yogeshwar relativiert diese Prognose, verweist auf negative Seiten der Unsterblichkeit. Ich muss sagen, dass seine Prognose mich ein wenig beruhigt hat, aber ich muss erst einmal Hararis Werk lesen, bevor ich mir eine umfassende Meinung bilden kann. Insgesamt bin ich sehr einverstanden mit so ziemlich allen Aussagen, die Yogeshwar macht, ganz besonders wichtig sind mir hierbei der Umweltschutz und die gefährliche Entwicklung der Weltwirtschaft. Ich kenne Herrn Yogeshwar natürlich nicht persönlich, aber die Lektüre des Buches hat ihn mir umso sympathischer gemacht. Dazu trägt natürlich auch bei, dass er das Hörbuch selbst liest, was er als Medienprofi hervorragend macht. Das Hörbuch ist also absolut empfehlenswert, wobei ich die Anschaffung eines Printexemplars erwäge, um Verschiedenes nachlesen zu können, denn dies ist ein Buch, das lange nachhallt und Augen öffnet. Für mich das Sachbuch des Jahres.

Tempus Fugit #309

Schon irgendwie blöd, wenn der Heilige Abend auf den 4. Advent fällt und man kaum noch Gelegenheit hat, 4 Kerzen brennen zu lassen. Und sonst? Hier läuft alles gemach ab. Heute Abend gibt es Käsefondue und keine Geschenke. Das macht die Vorweihnachtszeit wesentlich entspannter (und auch den 24.) Morgen bin ich bei einer lieben Freundin eingeladen, am 2. Feiertag kann ich machen was ich will, auch die Sau rauslassen (=bei mir: den ganzen Tag Booktube schauen und lesen und dabei Wein und Gin Tonic saufen).

Diese Woche (aus-)gelesen: 0

Es haben mir zwei Leseabende gefehlt diese Woche, muss aber auch mal sein 🙂

Ich lese gerade:

  • Félix J. Palma: Die Landkarte der Zeit. Ich weiß noch nicht so recht, was ich davon halte, obwohl ich über die Hälfte hinweg bin. Interessant und unterhaltsam ist das Buch auf jeden Fall.

Neuzugänge: 0

Diese Woche ausgehört: 0

Ich höre gerade:

  • Josh Malerman: Bird Box. Auf ganz andere Weise wirklich gruselig.

Hörbuchneuzugänge:

Geguckte Filme/DVDs:

  • Folge 6 und 7 der 7. Staffel von Game of Thrones. Nur 7 Folgen! Sauerei! Aber gut war’s 🙂

Gerichte der Woche:

Gerösteter Rosenkohl mit Zwiebeln auf Naturreis. Sieht eher aus wie ein Rosenkohlgemetzel, aber diese Zubereitungsart ist für Rosenkohl echt empfehlenswert.

Maronen-Linsen-Ragout mit Farfalle. War lecker und das Kochen hat bei diesem Gericht richtig Spaß gemacht!

Bleibt mir nur noch, euch wunderbare Feiertage zu wünschen! Macht es euch gemütlich!

Weihnachtsbilbo

 

(c) Faber & Faber

Deutscher Titel: Damals in Nagasaki

Großbritannien in den Achtzigern. Seitdem die Japanerin Etsuko Japan mit ihrem inzwischen verstorbenen britischen Ehemann verlassen hat, lebt sie in England. Sie bekommt Besuch von ihrer gemeinsamen jüngeren Tochter Niki. Die ältere Tochter Keiko, die aus einer früheren Beziehung mit einem Japaner stammt, hat sich kürzlich das Leben genommen. Vor dem Eindruck ihres Todes und des Besuchs ihrer Schwester beginnt Etsuko, sich an ihre Zeit in Japan zu erinnern.

Damals kam das von der Atombombe erschütterte Nachkriegs-Nagasaki wieder auf die Beine, Etsuko war schwanger, ihr japanischer Mann versuchte, seine Karriere voranzutreiben und ihr Schwiegervater war zu einem längeren Besuch da, als in ein Häuschen gegenüber die rätselhafte Sachiko mit ihrer Tochter Mariko einzieht. Sachiko ist keine Mutter aus dem Bilderbuch, sie lässt Mariko häufig unbeaufsichtigt, um in der Stadt mit ihrem Freund, einem amerikanischen Soldaten, um die Häuser zu ziehen. Etsuko freundet sich mit Sachiko an und achtet auch ein wenig auf Mariko.

Von den drei Büchern, die ich bisher von Kazuo Ishiguro gelesen habe, beeindruckte mich dieses – sein Debütroman – am meisten. Das liegt einmal daran, dass es um ein bevorzugtes Thema von mir geht, die Unzuverlässigkeit von Erinnerungen, andererseits an der meisterhaften Komposition des Romans. Für mich schreibt so ein echter Könner. Es ist sehr schwierig, dieses Buch ohne Spoiler zu besprechen, deshalb folgt unten ein Spoiler-Abschnitt. Der Plot-Twist verbirgt sich tatsächlich hinter einem einzigen Wort, weshalb ich empfehle, das Buch vor allem in der zweiten Hälfte sehr aufmerksam zu lesen. Deshalb muss aber niemand das Buch scheuen, denn es ist, wie es sich für Ishiguro gehört, sehr gut lesbar und angenehm geschrieben. Lasst euch diesen kleinen Geniestreich von Ishiguro nicht entgehen! So bin ich kurz vor Jahresende noch auf ein weiteres Highlight in meinem Lesejahr gestoßen 🙂

 

SPOILER!!!

 

 

Es geht also um die Unzuverlässigkeit von Erinnerungen. Diese machen Etsuko zu einer unzuverlässigen Erzählerin, die ihre eigenen Erinnerungen daran, wie schlecht sie sich selbst als Mutter ihrer älteren Tochter verhalten hat, verdrängt und auf andere Personen überträgt. Denn Mariko ist niemand anderes als Keiko und Sachiko ist eine Figur, auf die Etsuko sich selbst und ihr Verhalten projiziert. Dies erschließt sich in der letzten in der Vergangenheit in Nagasaki spielenden Szene, als Etsuko Mariko nachläuft und sie besänftigen will:

„In any case,“ I went on, „if you don’t like it over there, we’ll come straight back. But we have to try it and see if we like it there. I’m sure we will.“ (Seite 173)

Die plötzliche Verwendung des Pronomens „we“ statt „you“ ist ein entscheidender Hinweis. Ein so feinsinniger und raffinierter Plottwist ist mir noch nicht untergekommen und hat in mir große Begeisterung für das Buch ausgelöst. Ich muss darauf hinweisen, dass es noch eine andere Interpretation gibt, nämlich dass Etsuko eine Kindsmörderin ist, die Mädchen erhängt, was Marikos Entsetzen über das in Etsukos Sandale verfangene Seil erklären würde. Meine erste und bevorzugte Theorie ist die gängigere und ich habe mich entschieden, dabei zu bleiben, es spricht mehr dafür. Aber vielleicht bietet uns Ishiguro, der sich wohl nicht über die richtige Interpretation geäußert hat, seinen Lesern auch beide Interpretationen ermöglichen? In jedem Fall handelt es sich um einen meisterhaft gestalteten Roman.

Tempus Fugit #308

Gestern habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit keinen Stratz gelesen, obwohl ich zu Hause war. Schuld daran ist die siebte Staffel von Game of Thrones, die diese Woche auf DVD herauskam. Ich weiß nicht, wie lange ich an der ersten Staffel von The Man in the High Castle geguckt habe. Mindestens 2 Monate, an jedem 2. Sonntag eine Folge oder so. Obwohl ich die Serie gut fand. Gestern Abend habe ich 3 Folgen von Game of Thrones hintereinander geschaut. Ich konnte nicht aufhören. Unglaublich gut, die Serie, trotz aller Gewalt und einiger Ekelfaktoren. Ehrlich gesagt, hier ist so ein Fall, wo ich nicht sicher bin, ob ich die noch nicht erschienenen Bücher überhaupt noch lesen will. Denn die Handlung muss ja einfach gewaltig von der Serie abweichen und mir gefallen die Entwicklungen in der Serie mehrheitlich besser als das, was sich im letzten erschienenen Band andeutete. Wie seht ihr das? Bitte keine Spoiler für Staffel 7, hab noch ein paar Folgen 🙂

Diese Woche (aus-)gelesen: 2

  • Kazuo Ishiguro: A Pale View of Hills. Auf den letzten Drücker noch ein weiteres Lieblingsbuch für 2017. Ich fand das Buch schlicht genial.
  • Jen Campbell: The Beginning of the World in the Middle in the Night. Nicht ganz mein bevorzugter Stil, ich hab’s ja auch nicht so mit dem magischen Realismus. Aber zweifellos wunderschön geschrieben und voller tollen Ideen.

Abgebrochen: 1. Ja, schon wieder!

  • Ellen Jacobi: Frau Schlick macht blau

Hab ich mir irgendwann mal aus Jux und Dollerei im Buchladen gekauft. Ehrlich gesagt, ich glaube, so etwas kann ich absolut nicht mehr lesen. Bin zu sehr anderes gewohnt. Gähnende Langeweile von der ersten Seite an, so etwas interessiert mich einfach nicht. Hab auf Seite 35 aufgegeben. Bin ich jetzt ein Büchersnob?

Ich lese gerade:

  • Félix J. Palma: Die Landkarte der Zeit. Nach dem Fehlgriff mit dem Jacobi-Buch war es eine richtige Erleichterung, wieder was zu lesen, was mir liegt. Ja, auch Unterhaltungsliteratur, aber doch auf einem ganz anderen Level. Außerdem: Jack the Ripper!

Neuzugänge: 0

Diese Woche ausgehört:

  • Ranga Yogeshwar: Nächste Ausfahrt Zukunft. Ich habe 5 Sterne vergeben. Dazu muss ich mich in der Rezension äußern. Ein kleiner Zweifel nagt im Hinblick auf ein anderes Buch, das ich noch nicht gelesen habe.

Ich höre gerade:

  • Josh Malerman: Bird Box

Hörbuchneuzugänge: 1

  • Josh Malerman: Bird Box

Geguckte Filme/DVDs:

  • Letzte Folge der 1. Staffel von The Man in the High Castle und die ersten 5 Folgen der 7. Staffel von Game of Thrones

Gerichte der Woche:

(c) One-Pot-Erdnusspasta

Erbsen und Kartoffeln mit Tandoori Masala auf Basmatireis

Außerdem war ich am Montag zu Gast bei der lieben Katja, schaut euch mal an, was sie uns tolles aufgetischt hat:

Antipasti!

Canneloni mit Maronen, Ricotta und Kürbis!

Crumble mit Vanilleeis!

Das Essen war wirklich fantastisch!

Ich muss jetzt gleich noch ein paar Weihnachtsgeschenke bestellen (Bücher natürlich), dann werde ich Booktube schauen und heute Abend lecker Rosenkohl rösten. Ich wünsche euch einen kerzigen 3. Advent!