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Ein Land, in dem Jahreszeiten Jahre dauern können. Ein König, der seinen Vorgänger mit Gewalt vom Thron stieß – allerdings aus guten Gründen. Die Nachkommen dieses früheren Königs im Exil. Der Lokalherr des Nordens und enge Freund des aktuellen Königs und seine ganze Familie. Die Frau des Königs und ihre Familie. Und viele weitere adlige Strippenzieher, die über das ganze Land verteilt sind. Eine hohe Mauer im Norden, die das Land vor dem schützt, was nördlich davon haust – und das mit dem kommenden Winter immer bedrohlicher wird.

Das sind die Zutaten des ersten Teils dieses epochalen Fantasy-Werks von George R. R. Martin. Erzählt wird die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven – jedes Kapitel ist mit dem Namen eines Protagonisten überschrieben und wird auch aus dessen Sicht erzählt. Das ist ein Erzählmodus, der es dem Leser erlaubt, die Personen wirklich gut kennenzulernen, und der darüber hinaus auch für sehr viel Abwechslung sorgt. Der Hauptakzent liegt dabei auf den Mitgliedern der Familie Stark, die im Norden des Landes lebt und dort die lokale Machtbasis bildet. Es dauert ein bisschen, bis man einen Überblick über die vielen Figuren und Konstellationen hat, doch spätestens dann zieht einen die Geschichte in ihren Bann, sie nimmt auch etwa nach der Hälfte deutlich an Fahrt auf. In diesem Buch geht es viel um politische Verstrickungen und natürlich um die Frage nach Gut oder Böse. Doch im Gegensatz zu den meisten Werken des Genres wird diese Frage nicht klar beantwortet. Denn alle Seiten haben sowohl positive als auch negative Elemente, es gibt kein reines Schwarz oder Weiß, sondern viele Grauschattierungen. So ist mir etwa Tyrion, der kleinwüchsige Spross der als „Bösewichte“ zu identifzierenden Familie, sehr sympathisch, es hat sich bald abgezeichnet, dass er meine Lieblingsfigur werden würde. Einzelne Personen kann man durchaus gleich als eindeutig positiv oder negativ sehen, bei einigen hängt es jedoch in der Schwebe. Es kann sein, dass sich das in den folgenden Büchern ändert, doch an diesem ersten Band hat mich gerade dieser Aspekt fasziniert. Denn dadurch kann ich gar nicht voraussagen, wie sich die Geschichte in Band 2 entwickelt. Romantik ist in diesem ersten Teil kaum zu finden, was mir aber durchaus passt. Kann ja außerdem in den weiteren Teilen noch kommen. Das Buch bietet beste Unterhaltung auf hohem Niveau, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die absolute Begeisterung ist bei mir noch nicht aufgekommen, aber das Potenzial dafür ist auf jeden Fall vorhanden. Vier von fünf möglichen Sternen.

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