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Posts Tagged ‘high fantasy’

(c) Bantam Books

Achtung, Spoiler möglich für alle, die Band 3, „A Storm of Swords“ noch nicht gelesen haben! Auch Spoiler für Staffel 4 von Game of Thrones, da Staffel 3 nicht mit Band 3 deckungsgleich ist!

 

Nach dem Rundumschlag in „A Storm of Swords“ geht es nun für die überlebenden Charaktere erst mal etwas „normaler“ zu.

In King’s Landing hat Cersei die Macht übernommen. An der Mauer schickt Jon Samwell mit Gilly, ihrem Kind und dem alten Maester Aemon per Schiff Richtung Oldtown. Auf den Iron Islands wird ein neuer König gesucht. In Dorne intrigiert die Tochter des dortigen Herrschers. Arya gelangt mit einem Schiff nach Braavos. In Riverrun verschanzt sich Bryndon Tully vor den Truppen der Lannisters und Freys. Und Brienne ist in Jaimes Auftrag auf der Suche nach Sansa, die sich als Alayne im Eyrie aufhält.

Die  Handlung des vierten Teils von „A Song of Ice and Fire“ konzentriert sich auf die Ereignisse im Süden von Westeros. Es werden zunächst mal wieder einige neue Charaktere eingeführt, vornehmlich auf den Iron Islands und in Dorne. Ansonsten sind die Kapitel in bewährter Manier aus der Sicht jeweils einer Hauptperson verfasst. Die Entwicklung der Charaktere ist und bleibt dabei die größte Stärke von Martin – ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Jaime mögen würde, dass ich sogar mal stolz auf ihn bin 😉 Der Leser muss sich allerdings darauf einstellen, dass er auf einige Lieblingscharaktere (jedenfalls in meinem Fall) verzichten muss. Ich glaube, es ist kein Spoiler, wenn ich das verrate – Martin hat die Geschichten der verschiedenen Charaktere auf zwei Bücher aufgeteilt, daher treten einige in diesem Band überhaupt nicht in Erscheinung, was mich zunächst kolossal gestört hat. Doch andere Charaktere entwickeln sich wie schon angedeutet weiter, und gewinnen damit auch den Leser immer mehr für sich. Ich habe mir bisher zum Beispiel nicht allzu viel aus Brienne gemacht – in Band 4 wird sie zu einem Lieblingscharakter. Die traumatisierte Arya wirkt auf mich in Ihrer Düsternis und Zähigkeit regelrecht erschreckend. Und Cersei – Cersei überschätzt sich selbst maßlos. Gegen Ende wird es dann doch wieder so spannend, dass man es kaum aushält, und was macht George R. R. Martin? Er schafft gleich in mehreren Storylines gewaltige Cliffhanger, die durch die Tatsache, dass es im nächsten Band erst einmal um die übrigen Charaktere gehen wird, zu einem ungeheuren Monster-Cliffhanger werden. Arghhhhh!!!!! Ich will gleich wissen, wie es mit Brienne, Jaime, Cersei und Arya weitergeht! Lieber Herr Martin, bitte kommen Sie doch bitte bald mit Band 6 zu Potte, wenn Band 5 diesbezüglich schon keine Erleichterung bringen kann!

Zusammengefasst: Die zunächst etwas zähe Fortsetzung wird schließlich wieder zu einem höchst interessanten Schauspiel voller spannender Entwicklungen und ganz hervorragend ausgearbeiteter Charaktere. Mehr davon, mehr!!!

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(c) Corgi Books

Deutscher Titel: Das Erbe der Macht

Nach der Eroberung von Feinster und Eragons und Saphiras Kampf gegen Thorn und Murtagh befinden sich die Varden im Kampf um die nächste Stadt: Belatona. Eragon und auch sein Cousin Roran tragen immer mehr Verantwortung im Kampf gegen den üblen Herrscher Galbatorix. Letzten Endes werden sie sich diesem in Urubaen entgegenstellen müssen.

Ich hatte keine große Erwartungen an dieses Buch, da mir Band 2 und 3 nicht gefallen hatten. Ich fand Eragon und seine Ambitionen gegenüber Arya nervig, Roran und Katrina waren sowieso schon immer nervig (*schmalz tropf*) und Arya fand ich genervt. Umso überraschter war ich, dass ich das Buch eigentlich ganz gut fand. Eragon hat zwar stellenweise mal einen Rückfall (here we go again), aber ansonsten kam er wesentlich angenehmer rüber als bisher. (Er kann mittlerweile sogar mit Arya einen saufen statt sie anzuschmachten.) Roran spielt zwar schon als Kämpfer eine große Rolle, aber die Nervszenen zwischen ihm und Katrina halten sich erfreulicherweise in Grenzen. Meine Lieblingsfiguren Angela und Nasuada sind natürlich auch dabei, Nasuada muss allerdings einiges über sich ergehen lassen in diesem Band. Gut ist, dass am Anfang des Buches eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse steht, denn ich hätte sonst echt Schwierigkeiten gehabt, wieder reinzufinden. Ein paar Längen hat die Geschichte schon, aber insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt.

Das Buch hat dann sogar eine Romanze zu bieten, die ich wirklich schön fand und die weder was mit Eragon noch mit Roran zu tun hatte. Diesbezüglich fand ich das Ende des Buches nicht ganz zufriedenstellend, aber ansonsten fand ich die Auflösung durchaus gelungen und ansprechend. Von daher gebe ich  3,5 bis 4 Sterne und bin froh, dass ich drangeblieben bin.

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(c) Bantam Books

Achtung, Spoiler für alle, die „A Game of Thrones“ und „A Clash of Kings“ noch nicht gelesen haben!

Nach der großen Schlacht von King’s Landing scheinen die Lannisters um Ekelpaket König Joffrey einen eindeutigen Vorteil in der Auseinandersetzung der verschiedenen Thronanwärter zu haben, doch die Lage ist weiter offen. Die Geschichte der Charaktere wird nahtlos fortgesetzt. Dieser dritte Teil der Saga „A Song of Ice and Fire“ hält einige Überraschungen, wenn nicht gar Schocks für die Leser bereit. Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Buch einer Reihe gelesen zu haben, in dem der Autor so viele Charaktere – sowohl positive als auch negative – opfert, dazu noch auf teils wirklich grausame Art. Die Charaktere werden dabei weiter ausgearbeitet, was mir vor allem gefallen hat, war die Vertiefung des Charakters Jaime Lannister, den ich bisher eher als oberflächliche Figur wahrgenommen habe. Manche Figuren, von denen ich schon dachte: „Von dem überrascht mich nix mehr.“ schaffen es, ihre Skrupellosigkeit doch noch einmal zu toppen. Von einer Person, die ich bisher wirklich mochte, bin ich maßlos enttäuscht, auch für sie wird es das letzte Buch sein. Meine Lieblingsfigur ist nach wie vor Tyrion, ich bin total gespannt, wie es mit ihm weitergeht. Das Buch ist fesselnd, wenn auch nicht ganz so sehr wie der Vorgänger, gut lesbar, allerdings wirklich sehr, sehr lang. Und wie gewohnt grausam… Das Buch beweißt außerdem, dass George R. R. Martin nicht wie jeder andere Fantasyautor schreibt, das ist vielleicht der größte Pluspunkt: Es ist wirklich nichts, aber auch gar nichts vorhersehbar. Gute Fortsetzung, der ich vier von fünf Sternen gebe. Ich freue mich schon auf „A Feast for Crows“, trotz der zahlreichen Verluste!

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Amazon-Link: http://www.amazon.de/Game-Thrones-Song-Fire-Book/dp/0553573403/ref=sr_1_2?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1332164640&sr=1-2

Ein Land, in dem Jahreszeiten Jahre dauern können. Ein König, der seinen Vorgänger mit Gewalt vom Thron stieß – allerdings aus guten Gründen. Die Nachkommen dieses früheren Königs im Exil. Der Lokalherr des Nordens und enge Freund des aktuellen Königs und seine ganze Familie. Die Frau des Königs und ihre Familie. Und viele weitere adlige Strippenzieher, die über das ganze Land verteilt sind. Eine hohe Mauer im Norden, die das Land vor dem schützt, was nördlich davon haust – und das mit dem kommenden Winter immer bedrohlicher wird.

Das sind die Zutaten des ersten Teils dieses epochalen Fantasy-Werks von George R. R. Martin. Erzählt wird die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven – jedes Kapitel ist mit dem Namen eines Protagonisten überschrieben und wird auch aus dessen Sicht erzählt. Das ist ein Erzählmodus, der es dem Leser erlaubt, die Personen wirklich gut kennenzulernen, und der darüber hinaus auch für sehr viel Abwechslung sorgt. Der Hauptakzent liegt dabei auf den Mitgliedern der Familie Stark, die im Norden des Landes lebt und dort die lokale Machtbasis bildet. Es dauert ein bisschen, bis man einen Überblick über die vielen Figuren und Konstellationen hat, doch spätestens dann zieht einen die Geschichte in ihren Bann, sie nimmt auch etwa nach der Hälfte deutlich an Fahrt auf. In diesem Buch geht es viel um politische Verstrickungen und natürlich um die Frage nach Gut oder Böse. Doch im Gegensatz zu den meisten Werken des Genres wird diese Frage nicht klar beantwortet. Denn alle Seiten haben sowohl positive als auch negative Elemente, es gibt kein reines Schwarz oder Weiß, sondern viele Grauschattierungen. So ist mir etwa Tyrion, der kleinwüchsige Spross der als „Bösewichte“ zu identifzierenden Familie, sehr sympathisch, es hat sich bald abgezeichnet, dass er meine Lieblingsfigur werden würde. Einzelne Personen kann man durchaus gleich als eindeutig positiv oder negativ sehen, bei einigen hängt es jedoch in der Schwebe. Es kann sein, dass sich das in den folgenden Büchern ändert, doch an diesem ersten Band hat mich gerade dieser Aspekt fasziniert. Denn dadurch kann ich gar nicht voraussagen, wie sich die Geschichte in Band 2 entwickelt. Romantik ist in diesem ersten Teil kaum zu finden, was mir aber durchaus passt. Kann ja außerdem in den weiteren Teilen noch kommen. Das Buch bietet beste Unterhaltung auf hohem Niveau, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die absolute Begeisterung ist bei mir noch nicht aufgekommen, aber das Potenzial dafür ist auf jeden Fall vorhanden. Vier von fünf möglichen Sternen.

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