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Posts Tagged ‘krimi’

(c) Harper Collins

Region Boston, 1954: Der US Marshal Teddy Daniels setzt für Ermittlungen mit seinem neuen Partner Chuck Aule auf eine Insel über, auf der sich ein Krankenhaus für geisteskranke Kriminelle befindet. Von dort ist eine Patientin verschwunden – keiner weiß, wie sie es geschafft haben soll, aus dem Krankenhaus, geschweige denn von der Insel zu fliehen. Was Teddy seinem Partner verschwiegen hat: In dem Krankenhaus hält sich auch der Mann auf, der für den Tod seiner Frau verantwortlich ist…

Wie ihr wisst, hab ich es nicht so mit Krimis und Thrillern. Manchmal mache ich eine Ausnahme, wenn ein Buch inhaltlich besonders vielversprechend klingt oder verspricht, sprachlich besonders gelungen zu sein. Letzteres hatte ich von Shutter Island erwartet, zu Beginn fand ich auch einige schöne Formulierungen, insgesamt muss ich jedoch festhalten, dass das Buch in dieser Hinsicht nicht wirklich heraussticht.

Ein wenig gestört hat mich, dass Patienten des Krankenhauses, die Morde begangen haben, manisch-depressiv sind, denn ich hatte noch im Hinterkopf, dass der von dieser Krankheit betroffene Stephen Fry in „Moab is My Washpot“ darauf hinweist, dass bipolare Menschen normalerweise nur eine Gefahr für sich selbst darstellen und nicht für andere.

Auch inhaltlich konnte mich der Großteil des Buches nicht sehr fesseln, aber schlecht fand ich es auch nicht und ich wusste, dass das Buch eine wirklich unerwartete Wendung enthalten sollte. Und die war dann tatsächlich großartig. Ich hatte einige Theorien aufgestellt und gehofft, dass keine davon zutrifft, tatsächlich wäre ich nie auf die Auflösung gekommen. Allein für diese Auflösung und die letzten Kapitel des Buches lohnt sich die Lektüre, sodass ich das Buch trotz der genannten Mängel definitiv empfehlen kann.

Ob ich weitere Bücher von Dennis Lehane lesen werde, weiß ich noch nicht, bei „Mystic River“  bin ich jedoch nicht abgeneigt.

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(c) Hodder

Deutscher Titel: Der Fall Jane Eyre

Wir schreiben das Jahr 1985 in einem etwas anderen London, in dem Literatur eine viel größere Rolle spielt als in unserer Welt und immer noch der Krimkrieg zwischen England und Russland andauert. Das Originalmanuskript von Dickens‘ „Martin Chuzzlewit“ wurde gestohlen. Die Literaturpolizei LiteraTec vermutet niemand anderen hinter dem Diebstahl als den genialen Gauner Acheron Hades. LiteraTec-Detective Thursday Next hat bei dem früheren Professor studiert und wird daher als Expertin für den Fall angeheuert. Als eine Nebenfigur aus „Martin Chuzzlewit“ verschwindet, ahnt sie, was Hades vorhat: Er hat eine Möglichkeit gefunden, in das Skript einzudringen und will den Staat unter Androhung der Ermordung der Hauptfigur erpressen… Nicht auszudenken, was aus dem Roman würde ohne seine Hauptfigur.

Jasper Ffordes Erstling ist vor allem aufgrund seiner Ansiedelung in einer Parallelwelt etwas ganz Besonderes. Jedem literaturaffinen Leser wird allein die Tatsache, dass Literatur und Kunst in dieser Parallelwelt immens wichtig sind, enormes Vergnügen bereiten. Es ist einfach herrlich, dass sich hier nicht Fußball-Hooligans bekriegen, sondern Raphaelisten und Neo-Surrealisten. Und so manches literarische Werk, etwa „Jane Eyre“, das wie der Titel schon sagt eine entscheidende Rolle spielt, oder „Love’s Labour’s Won“ (!) hat ein anderes Ende als bei uns…

Ich verneige mich vor Jasper Fforde. Die Konstruktion dieser Welt ist einfach genial und erlaubt ein Kriminalstück, wie es in einer „normalen“ Welt nicht denkbar wäre. Das auch mich fesseln kann, die herkömmliche Krimis (meistens) langweilig findet. Die ganzen literarischen Anspielungen machen einfach einen Riesenspaß. Auf Seite 286 gibt es beispielsweise einen Detective Inspector Oswald Mandias, was sicherlich auf das berühmte Gedicht „Ozymandias“ von Percy Bysshe Shelley anspielt. Ich muss auch mal im Internet nachforschen, was mir da wohl alles entgangen ist.

Auch Zeitreisen sind in diesem kuriosen Paralleluniversum möglich, was einige sehr komische Folgen hat. Wollt ihr zum Beispiel wissen, woher die Banane kommt? Dann müsst ihr dieses Buch lesen.

Thursday Next ist eine sympathische Heldin, der ich gerne in weitere Bücher folgen werde. Die restlichen Charaktere sind teilweise ein bisschen klischeehaft, etwa der geniale Bösewicht, was aber angesichts der ganzen Literaturbezüge nicht stört, sondern im Gegenteil nur konsequent ist.

Einen kleinen Abzug gibt es von mir für die Liebesgeschichte, die ist schon ein wenig kitschig und für mich stellenweise auch nervig (es geht mal wieder um Vergebung), aber sie drängt sich nicht in den Vordergrund und tut dem Vergnügen, das dieses Buch bereitet, keinen Abbruch.

Herrlich!

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(c) der Hörverlag

Sprecherin: Tanja Fornaro

Dauer: 13 h 51 min

Die Berliner Streifenpolizistin Sanela Beara wird zu einem Tatort in den Tierpark gerufen. Ein Mann ist dort auf grausame Weise zu Tode gekommen. Die vermeintliche Täterin ist schnell gefasst, Charlotte Rubin, genannt Charlie, die als Rattenzüchterin im Tierpark arbeitet und auch dort wohnt. Doch die Kinder, die die Leiche des Mannes gefunden haben, haben einen seltsamen Clown am Tatort beobachtet, was nicht in den Tathergang und zum Geständnis von Charlie passt. Sanela glaubt an einen Mittäter und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln.

Ihr wisst, wie schwer ich mich mit Krimis tue, und dieser hier war ein weiterer Versuch, mich mit dem Genre anzufreunden. Ich hatte mir eine Geschichte erhofft, die aus der Masse hervorsticht. Leider wurde ich erneut enttäuscht. Zwar entwickelt Herrmann ihre Charaktere sorgfältig, gibt ihnen einen Hintergrund und eine Geschichte, die Krimihandlung ist jedoch 08/15. Die Art, wie das Opfer zu Tode gekommen ist, ist besonders grausam und es bleibt über weite Teile des Buches offen, wer der Mit- oder auch Haupttäter nun ist, trotzdem kommt lange keine rechte Spannung auf. Das liegt auch daran, dass Herrmann lange keine richtigen Hinweise auf seine Identität gibt, klar ist nur, dass er aus dem Herkunftsdorf von Charlie, Wendisch Bruch, kommen muss. So kann der Leser über weite Strecken gar nicht miträtseln oder eigene Theorien entwickeln. Zwischenzeitlich bietet Elisabeth Herrmann eine psychologische interessante Tätermöglichkeit, die jedoch zugunsten einer weitaus weniger originellen, für meine Begriffe sogar langweiligen Lösung aufgegeben wird. Vielleicht, um den Leser zu überraschen (was nicht gelingt). Am Rande gibt es auch die unvermeidliche Liebesgeschichte, die leider hier besonders kitschig ausfällt, meine Augen sind zeitweise kaum aus dem Rollen herausgekommen. Einige Aspekte des Romans sind außerdem schlicht unglaubwürdig, etwa die Art und Weise, wie Sanela Beara sich über ihre Vorgesetzten hinwegsetzt. Der finale Showdown ist schließlich in meinen Augen völlig missraten, viel zu lang, viel zu klischeehaft und für kleine Krimihasserinnen wie mich einfach langweilig.

Den zweiten Stern gibt’s für die ansatzweise gut entwickelten Charaktere und das interessante aufgegebene Motiv, das zwischenzeitlich für Spannung sorgt. Ansonsten ist das Buch bei mir leider völlig durchgefallen.

Zum Hörbuch: Tanja Fornaro gibt sich Mühe und liest das Buch mit viel Ausdruck, was dieses jedoch nicht retten kann.

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(c) Hodder & Stoughton

 

Achtung: Kann leichte Spoiler für alle enthalten, die Teil 1, “In the Woods”, dt. “Grabesgrün”, noch nicht gelesen haben!

Deutscher Titel: Totengleich

Cassie Maddox, die wir bereits in „In the Woods“ kennengelernt haben, arbeitet inzwischen in der Abteilung für häusliche Gewalt. Als Sam, der nach wie vor in der Mordkommission arbeitet, ruft sie eines Tages zu einem Tatort – und als Cassie dort eintrifft, wird ihr klar, warum sich Sam so merkwürdig verhalten hat – die Tote gleicht ihr nicht nur aufs Haar, sie hat auch noch die Identität angenommen, unter der Cassie in einem früheren Fall undercover gearbeitet hat…

Nachdem „In the Woods“ mich so begeistert hat, hatte ich hohe Erwartungen an dieses Buch, und ich bin sehr froh, dass diese nicht enttäuscht wurden! Das ganze Setting dieses zweiten Krimis von Tana French ist so außergewöhnlich, dass man sich ihm kaum entziehen kann. Sprachlich gewohnt anspruchsvoll, aber gut lesbar, lässt French uns mit Cassie einen schier unglaublichen (Alb-?)traum erleben, dessen Auflösung völlig offen ist. Wieder hatte ich erst kurz vor Ende eine Ahnung, hatte zwischendurch immer wieder andere Personen in Verdacht. Doch das genialste an dem Roman: Wer der Mörder ist, ist gar nicht mal so eindeutig die Hauptsache! Sondern auch das Rätsel, wer diese junge Frau war, die Cassies Undercover-Identität angenommen hat, und wie genau ihr Verhältnis zu ihren vier besten Freunden war, mit denen sie zusammen in einem Haus auf dem Land lebte, ziemlich abgesondert vom Rest der Gesellschaft. Außerdem die Frage, ob das besondere Verhältnis der Freunde dem Ganzen standhalten kann. Diese Freundschaft hat etwas Magisches, auch ich, die an sich gerne abends nur mit dem Kater als Gesellschaft bei einem Glas Rotwein lesend auf der Couch sitzt, konnte sofort nachvollziehen, dass es toll sein muss, zu dieser Gruppe zu gehören.

Ein so unglaublich vielschichtiger Krimi ist mir noch nicht untergekommen. Sehr gut gefallen hat mir auch, wie Tana French es vermag, Empathie für alle beteiligten Charaktere beim Leser entstehen zu lassen.

Im Vergleich zum ersten Teil hat hier ein wenig der Schauer gefehlt, der durch den alten Mordfall und die Psyche des Mörders entstanden ist, aber tatsächlich ist hier der Schauer einfach anderer Natur.

Ein weiteres Unikum, das weit aus der Krimimasse herausragt.

Ich freue mich jetzt schon riesig darauf, den nächsten Band zu lesen!

 

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(c) Hodder

Deutscher Titel: Grabesgrün

Ein Wald nahe einer Wohnsiedlung im Umland von Dublin in den 80er Jahren. Jamie, Peter und Adam sind dicke Freunde und verbringen in diesem heißen Sommer viel Zeit im Wald. Doch eines Tages kommt nur Adam aus dem Wald zurück, mit blutgetränkten Schuhen, Kratzspuren auf dem Rücken und ohne jede Erinnerung an das, was passiert ist. Jamie und Peter werden nie gefunden.

Zwanzig Jahre später nennt sich Adam nicht mehr Adam, sondern Rob, und er ist Mitglied der Dubliner Mordkommission. Als am alten Tatort die Leiche eines 12-jährigen Mädchens gefunden wird, will der Zufall, dass der Fall ihm und seiner Partnerin Cassie zugewiesen wird, die als einzige von Robs Vorgeschichte weiß. Hat der alte Fall etwas mit dem neuen zu tun? Wird Rob mit der Ermittlung klarkommen, an der als Befangener eigentlich gar nicht teilnehmen dürfte? Und was stimmt in der Familie des Mordopfers nicht?

Tana Frenchs Erstling liest sich nicht wie die meisten anderen Krimis. Sonst hätte er mir wahrscheinlich nicht gefallen, es ist ja kein Geheimnis, dass ich mit den meisten Krimis nichts anfangen kann. Doch hier haben die Charaktere eine solche Tiefe, dass das Buch eben viel mehr ist als ein Krimi. Selbst das Mordopfer wird so liebevoll beschrieben, dass man das Gefühl hat, sie zu kennen, und richtig traurig ist über ihren Tod. In den meisten Krimis bleibt das Mordopfer ja relativ anonym, weshalb es mich meistens auch nicht sonderlich interessiert, wer nun der Mörder war… Neben der Aufklärung des aktuellen Mordes geht es hauptsächlich um Robs Entwicklung, sein Trauma, seine Versuche, sich zu erinnern und mit der Vergangenheit abzuschließen. Ob ihm das gelingt, möchte ich hier nicht vorwegnehmen.

Was den Mordfall angeht, hatte ich etwa ab der Hälfte des Buches einen Verdacht, der sich teilweise bestätigt hat. Ich habe die Geschichte deshalb allerdings nicht als vorhersehbar empfunden, ich fand die Auflösung sehr gelungen und sehr interessant (hab hinterher mal wieder Wikipedia gewälzt).

Ein anderer Aspekt, der das Buch so herausstechen lässt aus der Fülle der Krimis, ist Tana Frenchs wunderbare, anspruchsvolle Sprache, es war wirklich ein Vergnügen, dieses Englisch zu lesen.

Ich kann es kaum erwarten, die Nachfolgebände zu lesen! Der Hauptermittler ist übrigens in jedem Buch ein anderer und wird im Vorgängerband nur als Nebenfigur eingeführt, was ich auch sehr erfrischend finde.

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(c) List Verlag

Kommissar Bodenstein wird zum Ort eines Selbstmords gerufen – der Frankfurter Oberstaatsanwalt hat sich das Leben genommen. Nur kurz darauf wird unter einem Aussichtsturm die Leiche einer hübschen jungen Frau gefunden. Hat auch sie sich das Leben genommen oder handelt es sich um Mord? Und gibt es einen Zusammenhang mit dem Selbstmord des Staatsanwalts? Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff ermitteln.

Ich habe vor zwei Jahren „Schneewittchen muss sterben“, den vierten Band der Krimireihe um das Duo Bodenstein/Kirchhoff, gelesen und war positiv überrascht. Deshalb habe ich mir auch bald den ersten Band der Reihe besorgt. Doch musste ich leider feststellen, dass dieser nicht sehr viel mit dem gelungenen „Schneewittchen“ gemeinsam hat. Es findet sich nicht viel darin, das über die reine Krimihandlung hinausgeht; zwar wird auf das Privatleben der Kommissare eingegangen, jedoch eher am Rande. Dem Buch fehlen die starken, interessanten Charaktere, wie sie in Schneewittchen unter anderem mit Tobias und Amelie vorhanden waren. In „Eine unbeliebte Frau“ sind die meisten Nebenfiguren unsympathisch und die sympathischen bleiben blass. Außerdem habe ich sie durchweg als klischeehaft empfunden. Ein paar Stellen fand ich auch etwas unglaubwürdig, etwa, dass ein Hauptkommissar einfach so eine eher unbedeutende Zeugin mit zu einem anderen Tatort nimmt… Deshalb konnte das Buch mich leider gar nicht fesseln, auch wenn es sich gut liest. Der Kriminalfall selbst ist durchaus komplex. Für mich als Nicht-Krimifan bietet es jedoch einfach zu wenig Tiefgang. Ich habe den Roman daher eher als etwas langweilig empfunden, und es war so, wie es mir mit den meisten Krimis geht: Es war mir schlicht egal, wer der Mörder war. Die Auflösung habe ich dementsprechend lediglich zur Kenntnis genommen.

Ich möchte das Buch nicht schlechtmachen, Krimifans kommen sicher auf ihre Kosten, aber dazu zähle ich einfach nicht. Ich werde dem nächsten Band wahrscheinlich auch eine Chance geben, denn im Schneewittchen hat Nele Neuhaus mir ja bewiesen, dass sie es drauf hat. Vielleicht entwickeln ihre Krimis sich auch einfach mit der Zeit. Ich gebe dem Buch auch noch einen Leseflautenbonus, sodass ich auf 3 von 5 Sternen komme.

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(c) List Verlag

Verlag: List

Ich bin richtig froh, dass ich dieses Buch von Tinkerfairy anlässlich des Welttages des Buches 2012 geschenkt bekommen habe. Denn Krimis sind eigentlich nicht so mein Ding, und ich wäre wahrscheinlich nicht von selbst auf die Idee gekommen, dieses Buch zu lesen.

Tobias Sartorius hat zehn Jahre lang wegen Mordes an zwei Mädchen im Gefängnis gesessen. Nun wird er entlassen und kehrt in sein Heimatdorf zurück. Dort wird er gleich von beinahe sämtlichen Bewohnern angefeindet – den Mädchenmörder will man in Altenhain nicht mehr haben. Tobias selbst kann sich an die Geschehnisse jener Nacht vor 11 Jahren nicht erinnern und weiß selbst nicht, ob er die beiden Mädchen wirklich getötet hat. Dann wird Tobias‘ Mutter Opfer einer Gewalttat – und ein weiteres Mädchen verschwindet. Steckt wieder Tobias dahinter?

Bodenstein und Kirchhoff ermitteln… Dieser Krimi hat mir ausnehmend gut gefallen. Das was ich bei Kriminalromanen so häufig vermisse – den Tiefgang bei den Charakteren – ist hier sehr gut ausgearbeitet. Nicht nur die beiden Ermittler sind sympathische Figuren mit privaten Sorgen, die auch geschildert werden, auch viele Nebencharaktere sind sehr interessant – teilweise sympathisch, teilweise nicht. Allen voran fand ich Amelie ganz wunderbar, eine tolle Figur. Ansonsten möchte ich gar keinen Charakter herausstellen, da ich sie wirklich großteils sehr interessant fand. Auch die Story bietet einiges an Tiefgang, man beginnt beim Lesen, den oder die zu verdächtigen, aber das tatsächliche Ende ist dann überaus komplex und zu Beginn absolut nicht abzusehen. Sprachlich durchaus anspruchsvoll, liest sich das Buch doch sehr flüssig, ich hatte es für meine Verhältnisse wirklich sehr schnell gelesen.
Zusammengefasst: ein sehr würdiger Repräsentant seines Genres. Ich werde jetzt sicher auch noch die anderen Bücher von Nele Neuhaus lesen.

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